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Mecklenburg-Vorpommern

11. Dezember 2017 | 04:56 Uhr

Schlecker-Gutscheine bleiben weiter gültig

vom

svz.de von
erstellt am 25.Jan.2012 | 07:51 Uhr

Herbert Wustrack steht an der Kasse eines Schlecker-Drogeriemarktes. In der Tasche des Perlebergers stecken zwei zehn-Euro-Gutscheine für seinen Einkauf. Doch die Schlecker-Mitarbeiterin sagt ihm, dass er mit diesen nicht bezahlen kann. Ähnlich erging es auch Ute und Horst Heiser in Löcknitz. Die Kunden sind verärgert. Sind ihre Gutscheine jetzt nichts mehr wert? Trägt die Firma die Insolvenz auf dem Rücken der Kunden aus? Esther Stosch sprach mit Patrick Hacker, Pressesprecher von Schlecker, und Joachim Geburtig von der Neuen Verbraucherzentrale MV in Rostock über die Befürchtungen der Kunden.

Warum werden die Gutscheine nicht angenommen?

Nach Angaben von Patrick Hacker liegt dies an einem technischen Problem. Es sollte ihm zufolge noch gestern behoben werden. Informationen dazu werden seinen Angaben zufolge zeitnah auf der Firmenhomepage und dem Schlecker-Blog veröffentlicht. Hier beantwortet das Unternehmen auch Fragen zur geplanten Insolvenz. Die Internetseiten lauten www.schlecker.com und www.schlecker-blog.de

Können die Gutscheine trotz Insolvenzantrag eingelöst werden?

"Die Gutscheine bleiben weiter gültig", sagt Patrick Hacker.

Und bei einer Insolvenz?

"Dann können die Kunden ihre Forderungen beim Insolvenzerwalter stellen", erklärt Verbraucherschützer Joachim Geburtig. Dies gelte auch bei Gutscheinen. Allerdings bestehe dann die Möglichkeit, dass nur ein Anteil der Forderungen erfüllt werde. Das bedeutet, dass der Kunde beispielsweise von einem Zehn-Euro-Gutschein unter Umständen nur einen kleinen Teil einlösen kann.

Was mache ich mit meinem Gutschein?

"Auf alle Fälle nicht wegschmeißen", sagt Joachim Geburtig. Schließlich habe der Gutschein einen bestimmten Wert - egal ob geschenkt, oder selbst gekauft. Dadurch ist ein bindender Vertrag entstanden, für den es rechtliche Regeln gibt. Laut Gesetz sind Gutscheine drei Jahre gültig, bevor sie verfallen. In manchen Fällen ist diese Zeit auf zwei Jahre beschränkt. Diese Forderungen erlöschen auch nicht bei einem Insolvenzverfahren.

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