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Mecklenburg-Vorpommern

24. November 2017 | 16:20 Uhr

"Schlechte Karten gegenüber dem Bund"

vom

svz.de von
erstellt am 06.Mär.2012 | 09:19 Uhr

Schwerin | Fast unbemerkt ist sie immer länger geworden: Mittlerweile vereint die Ahrensburger Liste, in der die wichtigsten Verkehrsprojekte der norddeutschen Bundesländer gebündelt sind, 28 Vorhaben. Zur Verabschiedung der Liste im Jahr 2008 waren es noch 17, dann 19 und jetzt eben 28. Sowohl Landes- als auch Bundespolitiker fordern nun, Prioritäten zu setzen.

"Man muss sich im Norden einig sein, was am wichtigsten ist und was dem Norden insgesamt nutzt. Wenn man dabei bleibt, dass alles prioritär ist, hat man schlechte Karten gegenüber dem Bund", sagte gegenüber unserer Redaktion CDU-Bundestagsabgeordneter Eckhardt Rehberg aus Mecklenburg-Vorpommern. Auch der schleswig-holsteinsche CDU-Landtagsabgeordnete Markus Matthießen sieht das ähnlich. "Es macht Sinn, die Liste mit einer Priorisierung weiterzuentwickeln", findet er und fordert, dass man sich in Norddeutschland häufiger auf parlamentarischer Ebene treffen müsse, um solche Probleme anzugehen, um gegenüber anderen Regionen nicht ins Hintertreffen zu geraten. "Wir reden zu viel übereinander als miteinander", kritisiert er.

Die Industrie- und Handelskammer Nord, die 13 Kammer aus Norddeutschland vereint, hält von einer de-facto-Kürzung der Liste bislang nichts: "Die Ahrensburger Liste ist bereits die Priorisierung", so Geschäftsführerin Maike Bielfeld. Als gemeinsame Erklärung der Nordländer sei das Papier wichtig, um die Interessen Norddeutschlands hinsichtlich des Ausbaus der großräumigen Verkehrsinfrastruktur gegenüber dem Bund und den anderen Bundesländern kraftvoll vertreten zu können. Die norddeutsche Wirtschaft stehe hinter der Liste, zumal in dieser wichtige Projekte enthalten seien, die noch nicht im vordringlichen Bedarf des Bundesverkehrswegeplanes stehen.


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