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Mecklenburg-Vorpommern

17. Dezember 2017 | 03:31 Uhr

Mecklenburg-Vorpommern : Schlechte Honigernte

vom
Aus der Onlineredaktion

Imker klagen über geschwächte Bienen und schlechtes Wetter

Die diesjährige Honigernte in Mecklenburg-Vorpommern ist aus Sicht der Imker schlecht gelaufen. Einige sprechen von der schlechtesten Saison der letzten Jahre, sagte gestern Torsten  Ellmann, Vorsitzender des Landesimkerverbandes. Die Sommerernte habe vielerorts weniger als die Hälfte der Durchschnittsmenge betragen. Dabei sei die Lage in Mecklenburg schlimmer ausgeprägt als in Vorpommern.

Ein Grund ist laut Ellmann das massive Bienensterben im Frühjahr, bei dem im Landesdurchschnitt 31 Prozent der Bienen verlorengingen. Grund dafür sei vor allem, dass die Tiere nicht optimal vorbereitet in den Winter gehen und dann nicht überleben können. Auch Parasiten, die Bienen befallen, spielten eine Rolle.

Am geringen Ertrag hat aber auch das Wetter Mitschuld: Während der Obstblüte sei es zu kalt gewesen; die Rapsblüte setzte so früh ein, dass die Bienenvölker noch nicht ausreichend entwickelt gewesen seien, sagte Ellmann. Die Robinien- und Lindentracht sei durch Regenfälle eingeschränkt gewesen.

Für die Imker bedeute dies erhebliche Verdienstausfälle. Genaue Zahlen wollte der Vorsitzende nicht nennen. Für eine Tonne Honig bekomme ein Imker vom Großhändler aber etwa 5000 Euro, erklärte Ellmann. Gerade die Preise für regionalen Honig würden steigen. Die Hoffnungen lägen jetzt auf den Winterbienen, die ab August herangezogen würden. Um überwintern zu können, bräuchten sie bis in den September hinein „hochwertigen Pollen“.

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