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Radiofrequenzen vergeben : Schlagerradio aus Berlin darf in MV senden

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Fans deutscher Musik wird es freuen: Der Sender Radio B2 bekommt Frequenzen in Schwerin, Wismar, Rostock, Stralsund und Greifswald übertragen

svz.de von
erstellt am 28.Apr.2016 | 13:46 Uhr

Der Berliner Schlager-Sender Radio B2 darf in den nächsten zehn Jahren in Teilen Mecklenburg-Vorpommerns senden. Der Landesmedienausschuss entschied, dem privaten Rundfunkanbieter MVP Lokalradio GmbH (Berlin) fünf freie UKW-Übertragungskapazitäten in Schwerin, Wismar, Rostock, Stralsund und Greifswald zu übertragen.

Das teilte die Landesmedienanstalt am Donnerstag in Schwerin mit.

Die Bürgerinitiative „Für mehr deutsche Musik im Radio“ in Mecklenburg-Vorpommern hatte sich während in der Entscheidungsphase für Radio B2 stark gemacht, das mit dem Slogan „Wir lieben Schlager“ wirbt. Der Initiative zufolge sind viele Bürger im Nordosten empört, dass alle regionalen Sender im UKW-Bereich in Mecklenburg-Vorpommern überwiegend Musik in englischer Sprache senden. Vor allem am öffentlich-rechtlichen Landesprogramm NDR 1 Radio MV übt die Bürgerinitiative seit längerem Kritik, weil ihrer Ansicht nach zu wenig deutschsprachige Musik gespielt wird. NDR 1 Radio MV bezeichnet seine Musikauswahl als Ergebnis wissenschaftlich fundierter Medien- und Marktforschung.

Radio B2 will im Spätsommer an den Start gehen, wie Sprecher Heiner Harke sagte. Über die UKW-Frequenzen würden gut eine Million Hörer in Mecklenburg-Vorpommern erreicht - das wären fast zwei Drittel der Einwohner des Landes. „Mit Radio B2 wird es einen modernen, identitätsstiftenden Sender mit einem journalistischen Programmteil fürs Land geben“, versprach Harke. In den Gebieten, die von den vergebenen UKW-Frequenzen nicht erfasst sind, sei er über Kabel oder Internet-Livestream zu empfangen.

Der Medienausschuss der Landesmedienanstalt hatte im November vorigen Jahres sechs lokale Frequenzen für private, kommerzielle Sender ausgeschrieben. Vier davon waren freigeworden, nachdem sich das Klassik Radio aus Hamburg im Juli 2015 zurückgezogen hatte. Zwei zusätzlich von der Bundesnetzagentur bereitgestellte Frequenzen wurden den Angaben zufolge für Stralsund und Greifswald ausgeschrieben. Acht private Radioveranstalter bewarben sich. Die zweite Frequenz für Stralsund ist den Angaben zufolge noch nicht vergeben worden.

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