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Mecklenburg-Vorpommern

22. November 2017 | 14:13 Uhr

Tourismus MV : Schläger-Typen gesucht!

vom

Touristiker definierten zum Saisonauftakt in MV ganz neue Ziele.

svz.de von
erstellt am 29.Mär.2017 | 11:45 Uhr

Der Ball muss rollen. Allerdings nicht über das Fußballfeld, sondern über den Golfplatz. So will es die Tourismusbranche Mecklenburg-Vorpommerns. Die traf sich gestern zum plauschigen Stelldichein in Rostock, um den Auftakt der Saison zu feiern. Zuerst das Lob: 2016 war mit  insgesamt 30,3 Millionen Übernachtungen eine Rekordsaison. Dann die Kritik: die ausländischen Gäste hatten daran lediglich einen Anteil von 1,03 Prozent. „Das ist zu wenig“, sagt Tobias Woitendorf vom  Landestourismusverband. Der Golfsport soll es richten. Im gesamten Bundesland gäbe es derzeit 17 Anlagen. Der Anteil ausländischer Golfer liege derzeit bei 15 bis 20 Prozent, weiß Rüdiger Born, Vorsitzender des Landes-Golfverbands. Knapp  die Hälfte der im Verband  gemeldeten Spieler kämen darüber hinaus aus anderen Bundesländern. Born erkennt vor allem in der Schweiz noch Potenziale. Dort wirbt auch der Tourismusverband regelmäßig auf Messen  für die Urlaubsregion MV. Künftig sollen aber auch  die Märkte  Dänemark und Schweden  sowie Polen und Tschechien verstärkt angesprochen werden. Gerade die Skandinavier könnten aufgrund der guten Fähranbindung  uch in der Nebensaison nach MV kommen.

Im Golfsport liegt die Hoffnung: Der Sport soll ausländische Gäste nach MV holen.
Im Golfsport liegt die Hoffnung: Der Sport soll ausländische Gäste nach MV holen. Foto: Beernd Wüstneck
 

Prinzipiell würden die Gäste allerdings nur kommen, wenn die Branche es schafft, den wachsenden  Anforderungen  hinsichtlich der Digitalisierung gerecht zu werden. „Teilweise können Gast und Gastgeber gar nicht zueinander finden, weil keine vernünftige Netzabdeckung besteht. Und auch vor Ort will sich der Gast informieren, ein Verständnis für die Region entwickeln. Dazu nutzt er sein Smartphone“, erklärt Woitendorf.  

Auch der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband Mecklenburg-Vorpommern  erkennt in der Digitalisierung eine Herausforderung. „Wir stehen vor einem prägenden Wandel unserer Branche. Die Digitalisierung wird unsere gesamte Arbeitswelt und das komplette Nachfrage- und Reiseverhalten verändern“, prophezeit Dehoga-Hauptgeschäftsführer Matthias Dettmann. Erste Veränderungen seien bereits spürbar. „Wir verzeichnen ein immer kurzfristigeres Buchungsverhalten. Gäste verabschieden sich zunehmend von pauschalen Angeboten.“

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