Schizophrenie – eine Psychose

Die Krankheit aus der Sicht der Medizin

23-35419450_23-122816412_1593072994.JPG von
06. Oktober 2017, 12:00 Uhr

Das Problem liegt in der wortwörtlichen Übersetzung: Schizophrenie bedeutet übertragen „Spaltungsirresein“. Dabei hat Schizophrenie nichts mit einer Spaltung der Persönlichkeit zu tun; die Krankheit ist eine Psychose. Betroffene leiden an einem gestörten Verhältnis zur Realität. Laut der Bundes-Psychotherapeuten-Kammer (BPtK) hören Betroffene im häufigsten Fall Stimmen, die gesunde Menschen nicht hören – akustische Halluzinationen.

Dabei sei Schizophrenie keine seltene Erkrankung. Die BPtK schreibt, dass in Deutschland einer von 100 Menschen daran erkrankt. Damit läge die Schizophrenie auf dem Niveau von chronischem Rheuma. Zurzeit litten deutschlandweit rund 800 000 Menschen an dieser Form der Psychose.

Häufig betroffen seien junge Menschen, Frauen gleichermaßen wie Männer, zwischen dem 20. und 30. Lebensjahr. Schizophrenien verliefen sehr unterschiedlich. Manche Menschen erkrankten nur einmal, genauso bestehe die Möglichkeit, chronisch daran zu leiden und im Alltag dauerhaft eingeschränkt zu sein.

Ursachen und Risikofaktoren seien bislang noch nicht eindeutig geklärt. Mehrere Faktoren können demnach zusammenwirken: Vererbbarkeit, Störungen oder Erkrankungen des Gehirns, beispielsweise durch Alkohol- oder Drogenmissbrauch, die Psyche im Allgemeinen, die bei bereits bestehenden genetischen oder biologischen Problemen dafür sorgen kann, dass sich eine Schizophrenie entwickelt. Erste Symptome der Krankheit sind nach Angaben der BPtK zum Beispiel Nervosität, Unruhe, Reizbarkeit, Schlafstörungen, Vernachlässigung der persönlichen Erscheinung. In akuten Krankheitsphasen durchlebten Betroffene dann häufig Halluzinationen, Verfolgungswahn, ein gestörtes Ich-Erlebnis, depressive Stimmung, große Erregung, Antriebslosigkeit.

Schizophrenie lasse sich kombiniert mit mehreren Therapien behandeln: Medikamente und Psychotherapie sowie Psychoedukation, bei der Betroffene wie Angehörige lernen, besser damit umzugehen.

Darum geht's im MEDIENPROJEKT von SVZ und NNN

Etwa 65.000 Schüler und Lehrer allein in unserem Verbreitungsgebiet erhalten in einem gemeinsamen Projekt der Zeitungsverlage und des MV-Bildungsministeriums bis zum Jahresende kostenlosen Zugang zu den Newsportalen. Fragen Sie an den Einrichtungen ihrer Kinder nach den Bedingungen und Login-Daten, die Sie auch in der Familie nutzen können.
Was bewegt die Schüler ab Klasse 5 bis hinauf in die Gymnasien und Berufsschulen unseres Landes? Was passiert in ihrem Umfeld, in Deutschland und der Welt? Wie können seriöse Nachrichten von Fake News unterschieden werden?
Die Schweriner Volkszeitung und die Norddeutschen Neuesten Nachrichten bieten den Schülern die aktuellsten Berichte, liefern in einem speziellen Dossierbereich "Diskussionsstoff" für den Unterricht und möchten mit ihnen in Austausch kommen.
 
zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen