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Tier vor Zoo Schwerin ausgesetzt : Schildkröte schleppte Salmonellen ein

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„Ich heiße Rafaella", stand auf einen Zettel, der Angaben zum Lieblingsfutter des Tieres und die Information enthielt, dass sein Partner gestorben sei. So war eine Steppenschildkröte ausgesetzt worden.

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erstellt am 17.Nov.2011 | 12:58 Uhr

Dass Zoo-Besucher ihre Heimtiere illegal im Tierpark aussetzen, sei leider kein Einzelfall, berichtet Tierinspektor Mirko Daus. Dies sei jedoch nicht nur strafbar, sondern schaffe auch viele Probleme, wie jüngst der Fall einer Schildkröte zeigte. So war am 8. September im Terrarienhaus des Zoos eine Steppenschildkröte ausgesetzt worden. "Ich heiße Rafaella", stand auf einen Zettel, der neben Angaben zum Lieblingsfutter des Tieres auch die Information enthielt, dass sein Partner gerade gestorben sei.

"Rafaella" bescherte dem Zoo nicht nur das Problem ihrer artgerechten Haltung angesichts des begrenzten Platzes im Terrarienhaus, sondern schleppte auch gefährliche blinde Passagiere ein: Sie hatte eine reptilienspezifische Salmonelleninfektion. "Da man sie einfach zu unseren Tieren gesetzt hatte, hat Rafaella einen Teil unseres Tierbestandes mit Salmonellen angesteckt. Diese Tiere müssen wir nun extra halten, um eine Ausbreitung der Krankheit in unserem Reptilienbestand zu verhindern", schildert Daus. Der Zoo muss nun die Kosten für den Tierarzt und die Pflege des Reptils aufbringen. "Wer sich ein Tier anschafft, hat auch für dessen artgerechte Haltung zu sorgen und muss, wenn er diese nicht mehr erfüllen kann oder will, ein neues Zuhause suchen. Ein Aussetzen ist nicht artgerecht und zudem strafbar", so Daus.

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