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Hansestadt Wismar : Schifffahrtsamt rüstet sich für Winter

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Feucht und neblig, die Kälte breitet sich über den kleinen Behördenhafen am Wismarer Haffeld aus. Die Seezeichen liegen zum Ausbringen mit der „Sturmmöwe“ im Hafen bereit.

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erstellt am 14.Nov.2011 | 10:39 Uhr

Wismar | Feucht und neblig, die Kälte breitet sich über den kleinen Behördenhafen am Wismarer Haffeld aus. Die Sicht ist zwar diesig, die Seezeichen die auf dem Tonnenhof liegen, (daher der Name) sind dennoch gut zu erkennen. Denn die stehen ganz frisch in den Positionsfarben Rot und Grün. Die Kühle spüren die beiden Mitarbeiter des Wismarer Außenbezirks des Wasser- und Schifffahrtsamtes Lübeck (WSA) nicht, denn der Job hält beide in Bewegung.
Per Kranfahrzeug schwenkt Michael Sillich die größte der dort lagernden Tonnen in Richting Lagerböcke. Frank Linke dirigiert die etwa 1 400 Kilo schwere Ansteuerungstonne "Wismar" per Halteleine auf die Endposition. Auch sie gehört zu den Wintertonnen, die bei Bedarf gegen die beleuchteten Seezeichen getauscht werden.

Der Wismarer gehört ansonsten zur farbgebenden Zunft der WSA-Mitarbeiter und hatte maßgeblich mit der Konservierung aller schwimmenden Seezeichen beteiligt. Inzwischen lagern sie in unmittelbarer Nähe zum Seezeichenschiff "Sturmmöwe". Wann und in welchem Maße sich der Winter in diesem Jahr zeigen wird, dass ein Austausch der empfindlichen, beleuchteten Tonnen erfolgen muss, vermag noch niemand vorauszusagen. "Wir rechnen auf jeden Fall mit einem von Frost begleiteten Winter und das in größeren Dimensionen", konstatiert Mario Fröhlich. "Gerade die letzten Jahre haben gezeigt, wie schnell es gehen kann, bis die Wismarbucht vereist ist", so der Außenbezirksleiter. Auf diese mögliche Situation haben sich seine 20 Mitarbeiter frühzeitig eingestellt.
In Sachen Winterbereitschaft haben sie gegenüber den Vorjahren sogar noch einen Zahn zugelegt. Denn insgesamt sind 33 Tonnenkörper, die bei Bedarf zügig per Schiff auf Position gelegt werden, besonders modifiziert. Dazu erhielten alle einen Radarreflektor. Zuvor wurden die stählernen Körper in Kiel per Sandstrahlen für ein verkehrsfarbenes Anstrichsystem vorbereitet. Zusätzliche Reflexfolien sorgen außerdem für eine bessere Erkennbarkeit der Tonnenbezeichnungen. "Damit haben wir gleichzeitig einer Empfehlung der Lotsenbrüderschaft entsprochen", erklärt Fröhlich weiter. Im Falle der massiven Vereisung erhält das etwa 15 Seemeilen lange Hauptfahrwasser von der Ansteuerung Timmendorf bis zum Wismarer Hafen in gesamter Länge diese Winterbetonnung. Diese besitzen eine schlankere und spitzere Form als die neuen Solartonnen. Gelangen sie durch Winddruck und Pressung unter das Eis, steigen sie wieder auf.

Nicht an eine Eiszeit denken muss indessen WSA-Mitarbeiter Friedbert Ohms. Seine Malerwerkstatt ist in der kalten Jahreszeit angenehm temperiert. In Sachen Wartung und Werterhaltung der zahlreichen Seezeichen reißt bei ihm die Arbeit in Wismar ganzjährig nicht ab.

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