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Schaurige Suche nach Leichenteilen im See geht weiter

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erstellt am 04.Jan.2012 | 06:14 Uhr

Neubrandenburg | Drei Tage nach dem Fund von Leichenteilen im Tollensesee bei Neubrandenburg bleibt der Frauenmord mysteriös. Die Polizei setzte am gestrigen Mittwoch die Suche nach weiteren Körperteilen und Beweisstücken am und auf dem See fort. Auch Taucher kamen wieder zum Einsatz. Bis zum Nachmittag blieb die Identität des Opfers aber ungeklärt. "Wir haben keine richtige Grundlage für ordentliche Ermittlungen", sagte Oberstaatsanwalt Gerd Zeisler von der Staatsanwaltschaft Neubrandenburg.

Das Problem ist laut Staatsanwaltschaft die bisher dürftige Faktenlage. Da nur wenige Körperteile gefunden wurden, konnten Rechtsmediziner zwar feststellen, dass es sich um eine Frau handelt. Die Altersbestimmung sei aber schwierig, weshalb die Altersspanne mit 25 bis 55 Jahren angegeben wurde. Die Leiche der Frau soll zerteilt und nach Weihnachten in den See geworfen worden sein, auch die Ursache des Todes und dessen Zeitpunkt sind noch unklar. Experten vermuten die Hintergründe der grausamen Tat am ehesten im kriminellen Milieu, soweit die bisher dünne Datenlage überhaupt Schlüsse zulasse.

Die Polizei befragte gestern weiter Anwohner der Region knapp 100 Kilometer nördlich von Berlin, Ermittler gehen Hinweisen auf verdächtige Fahrzeugbewegungen am Tollensesee in der Zeit zwischen Weihnachten und Neujahr nach. "Wir hoffen weiter auf weitere Hinweise aus der Bevölkerung, wo eine Frau länger nicht gesehen wurde oder ein Briefkasten vielleicht länger nicht geleert wurde", sagte Zeisler. Ob eine Sonderkommission eingesetzt wird, soll erst später entschieden werden. Das sei momentan noch nicht absehbar, meinte Zeisler.

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