Leipziger Buchmesse : Schau mir in die Manga-Augen

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Von Cosplay ist die Rede, wenn Fans mit aufwendigen Kostümen eine Kunstfigur zum Leben erwecken. Auch Sandra aus Schwerin hat dieses Hobby.

svz.de von
20. März 2016, 20:30 Uhr

Mit roten Kontaktlinsen blickt Cosplayerin Sandra aus Mecklenburg-Vorpommern auf der Buchmesse in Leipzig in die Kamera. Die Bücherschau zieht mit der gleichzeitig stattfindenden Manga-Comic-Convention Fans der Cosplay- und Mangaszene an.

Der Begriff Cosplay setzt sich aus den englischen Wörtern „costume“ und „playing“ zusammen. Cosplayer erwecken also eine Kunstfigur zum Leben, wenn sie sich als Figuren aus Mangas, Comics, Computerspielen oder Film und Fernsehen verkleiden. Der Trend stammt aus Japan, wo der Begriff Anfang der 80er Jahre geprägt wurde. In Deutschland ist das Hobby Experten zufolge seit Ende der 90er Jahre zunehmend gefragt.

Im Mittelpunkt steht das Kostüm, das die Cosplayer selbst anfertigen. Darüber tauschen sie sich im Internet auf Plattformen wie Animexx aus. Viele Cosplayer fahren auch auf Conventions wie das Manga- und Anime-Fantreffen Connichi in Kassel und machen bei Wettbewerben mit. Auch auf Messen wie dem Computerspiel-Treff Gamescom in Köln oder den Buchmessen in Leipzig und Frankfurt gibt es Cosplay-Wettbewerbe. Dabei bewertet einen Jury von der Perücke über die Körperhaltung bis zum Stoff, wie überzeugend die Verkleidung ist.

Nach Schätzungen der Sprecherin der Deutschen Cosplay-Meisterschaft gibt es rund 25 000 Cosplayer in Deutschland.

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