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Rostock : Schandflecke der Uni werden beseitigt

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Der Bauboom an der Uni Rostock reißt nicht ab. Jetzt sollen die Philosophische und die Juristische Fakultät von den Millionen-Investitionen profitieren. Momentan wird an der Verbesserung der Standortbelegungen gearbeitet.

svz.de von
erstellt am 02.Jan.2012 | 09:58 Uhr

Rostock | Der Bauboom an der Uni Rostock soll sich auch 2012 fortsetzen. Nun können sich auch angehende Geisteswissenschaftler und Juristen auf bessere Lern- und Forschungsbedingungen freuen. Gemeinsam verständigten sich die Universitätsleitung, die Zentrale Verwaltung und die Landesregierung mit dem Betrieb für Bau und Liegenschaften (BBL) darauf, dass in den kommenden Jahren die Juristische und Philosophische Fakultät sowie die Universitätsbibliothek Schwerpunkte der Bauplanung sein werden.

Momentan wird an einem bedarfsgerechten Unterbringungskonzept gearbeitet, das den Flächenbedarf der Fakultäten und der Fachbibliotheken klären soll. Dazu gehören die Bereichsbibliotheken Philosophie, Theologie, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften und Jura. Profitieren sollen davon vor allem der Campus Innenstadt und der Campus Ulmenstraße. "Die Universität Rostock entwickelt sich dynamisch und kontinuierlich weiter. Ich freue mich zu sehen, wie die Universität als Impulsgeber und Motor für Innovationen auch mit immer neuen Infrastrukturvorhaben in die Region ausstrahlt", sagt Rektor Professor Wolfgang Schareck. Gemeinsam mit der Hochschul-Informations-System in Hannover wird momentan an der Verbesserung der bisherigen Standortbelegungen gearbeitet. Diese Arbeit soll verlässliche Daten für das Neubau- beziehungsweise das Restaurierungsprogramm zu Tage fördern. Ziel des auf sieben Monate angelegten Projektes ist es, gemeinsam mit den Nutzern bedarfsgerechte Unterbringungskonzepte zu entwickeln. Hierzu wird in einer ersten Etappe der benötigten Flächen der einzelnen Bereiche ermittelt.

Vor allem die Philosophische Fakultät dürfte einen weitaus höheren Flächenbedarf anmelden, als ihr zurzeit zur Verfügung steht. In zehn Stockwerken werden in der August-Bebel-Straße aktuell zwölf Institute untergebracht sowie drei weitere Arbeitsbereiche und Forschungsstellen. Damit haben rund 3500 Studenten ihren Anlaufpunkt an dieser Stelle. Seminare und Vorlesungen werden im "Bebel-Tower", wie die Studenten das Fakultätsgebäude nennen, nur sehr selten abgehalten. Winzige Räume lassen das momentan nicht zu.

Die Juristische Fakultät hat mit anderen Problemen zu kämpfen. Zum einen liegt die Fakultät am Stadtrand zwischen Lütten Klein und Lichtenhagen und ist für Studenten schwierig zu erreichen. Zum anderen ist das Gebäude schon so baufällig, dass es an einigen Stellen hineinregnet. Ob hier eine Sanierung noch Sinn macht, bleibt also fraglich. Professor Jörg Benedict, Dekan der Juristischen Fakultät, verriet schon im Oktober 2011: "Zum Sommersemester 2013 ist der Umzug in die Ulmenstraße 69 geplant." Im Haus 3 auf dem Ulmencampus sitzen derzeit noch Universitätsverwaltung und Rektorat. Diese ziehen mit Fertigstellung der Sanierungsarbeiten am Uni-Hauptgebäude jedoch wieder an den Uniplatz und machen Platz für die Juristen, nicht aber für deren Bibliothek. Heute zählt die Juristische Fakultät 800 Studenten. Aufgrund des Wegfalls des Staatsexamen-Studiengangs Jura wird die Zahl jedoch noch sinken und auch Professuren werden schrittweise abgebaut.

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