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Mecklenburgische Landwirtschaftsausstellung in Mühlengeez : Schäfer präsentieren sich auf der MeLa

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Bereits zum 23. Mal findet in diesem Jahr die MeLa in Mühlengeez bei Güstrow statt. Vom 12. bis 15. September dreht sich auf Norddeutschlands größter Agrarmesse alles um das Schwarzköpfige Fleischschaf.

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erstellt am 12.Aug.2013 | 05:48 Uhr

Lübstorf | Bereits zum 23. Mal findet in diesem Jahr die Mecklenburgische Landwirtschaftsausstellung MeLa in Mühlengeez bei Güstrow statt. Vom 12. bis 15. September dreht sich auf Norddeutschlands größter Agrarmesse alles um das Schwarzköpfige Fleischschaf.

Die Schäferbranche gehöre im Norden zu den aussterbenden Berufen, so Sven Grumbach, Zuchtleiter des Schafzuchtverbandes. Schließlich gebe es in Mecklenburg-Vorpommern nur noch etwa 60 Berufsschäfer und rund 60 000 Mutterschafe. Das Schwarzkopf-Schaf wird im Raum Schwerin gezüchtet. Die Zahl der Zuchttiere ging allerding seit 1990 im Land von 2300 auf 1350 zurück.

Von ihrem Auftritt auf der MeLa erhoffen sich die Schäfereien einen "Schub" und mehr Aufmerksamkeit für ihre Belange, wie Grumbach sagt. Auf dem Plan des Messeprogramms stehen unter anderem ein Wettbewerb der Züchter, Vorführungen des Schafehütens, der Schur und des Wollespinnens sowie ein Schaukochen mit Lammfleisch. Die Zuschauer haben außerdem die Möglichkeit, das schönste Schaf auf der MeLa zu küren.

Auch Jörg Pundt, Schäfer der Agrargemeinschaft Lübstorf, kommt mit einigen seiner immerhin über 1000 Tiere starken Schwarzkopf-Herde zu der Messe.

Insgesamt würden die Organisatoren der Agrarschau mehr als 1000 Fach- und Tieraussteller erwarten, darunter 280 Züchter auf 17 Hektar Fläche, sagt Karl Otto Kreer, Staatssekretär im Agrarministerium. Für die Besucher gibt es 1175 Tiere aus insgesamt 170 Rassen und Farbschlägen zu sehen. Gerechnet werde mit 70 000 Besuchern, erklärt Kreer.

Auf der MeLa ziehen die Landwirte traditionell Bilanz - in diesem Jahr erwarteten sie eine überdurhschnittliche Ernte. Bauernpräsident Rainer Tietböhl sieht die Messe als Treffpunkt für Verbraucher und Bauern sowie als Chance für die Betriebe, Lehrlinge zu gewinnen. Erstmals würden auch "Windmüller" ausstellen. Besucher können Windräder in einem nahe gelegenen Anlagenpark besteigen.

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