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Werftenpleite : Schadenersatzklage mit Teilerfolg

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Schadenersatz nach Werftenpleite - Gericht sieht Land in Pflicht

svz.de von
erstellt am 08.Mai.2014 | 20:45 Uhr

Der Werftenzulieferer KLH Selck aus Bad Doberan hat mit seiner Schadenersatzklage gegen das Land vor Gericht überraschend einen Teilerfolg errungen. Die Landesregierung sei zur Hälfte für den Schaden, den das Unternehmen 2012 im Zuge der P+S-Werftenpleite erlitt, in die Pflicht zu nehmen, entschied das Landgericht in Schwerin. Wie hoch der Schaden ist, müsse in einer weiteren Verhandlung festgestellt werden. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

In der Güteverhandlung, die im März gescheitert war, hatte die Richterin noch argumentiert, es habe im juristischen Sinne keine Geschäfts- oder geschäftsähnliche Beziehung zwischen Land und Zulieferern bestanden. Den Unternehmern hätte klar sein müssen, dass es ein Restrisiko gibt.

Der Kühlanlagenbauer KLH Selck hatte nach eigenen Angaben rund eine Million Euro verloren und dafür die fehlerhafte Informationspolitik der Regierung verantwortlich gemacht. Dem Urteil zufolge sieht das Gericht aber auch eine Mitverantwortung des Unternehmers selbst.

Nähere Erläuterungen habe die Richterin nicht gegeben, sondern auf die schriftliche Urteilsbegründung in den kommenden Wochen verwiesen, sagte Gerichtssprecher Detlef Baalcke. Keine der beiden Parteien war zur Urteilsverkündung anwesend.

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