Rostock : Scandlines vor der Zerschlagung

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Die Reederei Scandlines will sich offenbar von ihren Frachtrouten nach Skandinavien und ins Baltikum trennen. Der Verkauf stehe wohl kurz vor der Vertragsunterzeichnung. Das wäre eine Halbierung des Unternehmens.

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11. Mai 2012, 06:42 Uhr

Rostock | Die Reederei Scandlines will sich offenbar von ihren Frachtrouten nach Skandinavien und ins Baltikum trennen. Der Verkauf stehe wohl kurz vor der Vertragsunterzeichnung, sagte Betriebsratschef Detlef Kobrow gestern: "Das wäre eine Halbierung des Unternehmens." Der Verkauf des Frachtgeschäfts, das ausschließlich von Deutschland aus geführt wird, sei eine "unsinnige Filetierung", sagte Martin Burkert, Vorstand der Gewerkschaft EVG. Scandlines sei ein gesundes Unternehmen, das jährlich mehr als 170 Millionen Euro Gewinn mache. Das reiche den Eigentümern, den Finanzinvestoren 3i Group und Allianz Capital Partners nicht, kritisierte Burkert. Scandlines beschäftigt in Deutschland und Dänemark etwa 2100 Mitarbeiter, von der Abtrennung des Frachtgeschäfts wäre nur die deutsche Seite betroffen.

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