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Neubrandenburg : Sawatzki eröffnet 27. Bücherfrühling

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Literatur- und Kulturfans tummeln sich in Neubrandenburg

svz.de von
erstellt am 24.Apr.2017 | 12:00 Uhr

Mit einer heiteren Lesung von Schauspielerin Andrea Sawatzki hat der Norddeutsche Bücherfrühling in Neubrandenburg begonnen. Die 54-Jährige begeisterte am Sonnabend mit dem dritten Teil ihrer Romanreihe über die Familie Bundschuh rund 200 Gäste. „Es war ein Ritt durch den Irrgarten der Toleranz“, resümiert Neubrandenburgs Oberbürgermeister Silvio Witt (parteilos). Er habe sich selbst in manchen Passagen von „Ihr seid natürlich eingeladen“ wiedererkannt.

Überhaupt schienen sich Witt und die Grimme-Preis-Trägerin vor ausverkauftem Haus von Anfang an zu verstehen. So erzählte Sawatzki freimütig, wie es zu ihrer Hochzeit mit Schauspiel-Kollege Christian Berkel gekommen ist. Sie seien damals schon 14 Jahre zusammen gewesen. „Unser Sohn – damals neun Jahre alt – hat gesagt, wenn ihr nicht heiratet, seid ihr nicht echt.“ Diesem Aufruf ihres Sohnes leistete das Paar Folge. „Es war sehr schön, ich würde es immer wieder tun“, sagte Sawatzki. „Allerdings mit dem gleichen Mann.“ Der zweite Teil von Sawatzkis Reihe über Familie Bundschuh wurde verfilmt und kommt Mitte Mai ins Fernsehen.

Das Bücherfrühlings-Programm sieht bis Ende Juni etwa 30 Lesungen, Ausstellungen, Vorträge und Konzerte vor. Als Autoren werden unter anderen Nadja Küchenmeister und Uljana Wolf zu Lyrikabenden im Literaturzentrum sowie der Schauspieler und Sänger Karsten Troyke erwartet. Die erste deutsche Biografie über die Zeichnerin Maria Hiszpanska-Neumann (1917-1980), die als „polnische Käthe Kollwitz“ gilt, wird die Autorin Brigitta Waldow-Schily am 12. Mai vorstellen.

Hiszpanska-Neumann war schon als junge Frau in der NS-Zeit in Neubrandenburg. Recherchen ergaben, dass die Zeichnerin in einem Außenlager des KZ Ravensbrück in Neubrandenburg gefangen war. Zeichnungen von ihr wurden mit anderen Notizen aus dem KZ-Lager geschmuggelt. Sie dienen für Schülerprojekte bei der Auseinandersetzung mit dem Terror des Nationalsozialismus.

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