Nach Insolvenz : Sanierungskonzept für „Lila Bäcker“ steht

Lila Bäcker (picture allianceBernd Wüstneckdpa-Zentralbilddpa).jpg

Insolvente Bäckereikette will 152 Filialen endgültig schließen und rund 430 Mitarbeitern kündigen.

svz.de von
11. Juni 2019, 16:43 Uhr

Die insolvente Bäckereikette „Lila Bäcker“ soll künftig 252 Filialen betreiben und rund 2000 Mitarbeiter beschäftigen. Nach Abschluss der Verhandlungen mit den Betriebsräten sollen 152 Filialen endgültig geschlossen sowie rund 430 Mitarbeitern gekündigt werden, teilten der Insolvenzverwalter Rolf Rattunde und die Geschäftsführung am Dienstag mit. Die Mitarbeiter seien in einem Schreiben informiert worden.

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Banken wollen überschuldete Bäckereikette wieder finazieren

Das Sanierungskonzept der Banken werde in den nächsten Wochen umgesetzt. Nur so könne der „Lila Bäcker“ in Zukunft wieder erfolgreich wirtschaften. Die Geschäftsführung bleibe im Amt und führe das Unternehmen in Abstimmung mit der Insolvenzverwaltung. „Die Banken sind nur bereit, die überschuldete Bäckereikette weiter zu finanzieren, wenn wir dieses Sanierungskonzept umsetzen“, erklärte Rattunde. Danach wollten sie das entschuldete Unternehmen kaufen. Ein weiterer potenzieller Investor habe sein Angebot Ende voriger Woche zurückgezogen.

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Produktion in Neubrandenburg und Pasewalk

Die Standorte Neubrandenburg und Pasewalk sollen den Plänen zufolge künftig die gesamte Produktion übernehmen, während die bisherige Produktionsstätte Dahlewitz nur noch Logistikstandort sein soll.

Die Bäckereikette, die zunächst in Mecklenburg-Vorpommern tätig war und später nach Süden ins Land Brandenburg expandierte, hatte im Januar 2019 Insolvenz angemeldet. Das Verfahren war im April eröffnet worden.

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