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Massenkarambolage auf A19 : Sandsturm-Prozess: Befangenheitsantrag abgelehnt

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Im Rostocker Prozess um die Massenkarambolage mit acht Toten in einem Sandsturm auf der Autobahn 19 ist der Befangenheitsantrag gegen den Vorsitzenden Richter zurückgewiesen worden. Auch ein Beweisantrag der Angeklagten aus Brandenburg sei abgelehnt worden, sagte eine Sprecherin des Amtsgerichts Rostock am Mittwoch.

Zugleich seien mindestens zehn weitere Zeugenvernehmungen im März beschlossen worden. Die Hauptverhandlung werde am 25. Februar mit der Anhörung von Gutachtern fortgesetzt. Eine 53-Jährige ist wegen fahrlässiger Tötung angeklagt. Sie soll im April 2011 in die Sandwolke hineingefahren sein, ohne das Tempo zu verringern. Sie fuhr auf ein Auto auf, in dem ein Ehepaar starb. Die Angeklagte hatte erklärt, die Wolke sei urplötzlich aufgetaucht. 130 Menschen waren bei der Massenkarambolage verletzt worden, mehr als 80 Fahrzeuge waren beteiligt.

Grund für den Befangenheitsantrag der Verteidigung war die kurzfristig angesetzte Befragung eines Mannes, der wenige Minuten vor der Angeklagten die Unglücksstelle passiert hatte. Ihm zufolge war die Sandwolke über der Autobahn schon aus rund 600 Metern zu sehen.

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