Stürmisches Wochenende : Sandstürme behindern Verkehr in MV

Das trockene und sonnige Wetter der letzten Woche und stürmige Böen am Wochenende verursachten Sandstürme in MV.

svz.de von
16. März 2014, 01:00 Uhr

Sandstürme haben am Sonnabend in Mecklenburg-Vorpommern den Verkehr behindert. Wie NDR 1 Radio MV berichtete, waren auch Autobahnen betroffen. So habe die Autobahnpolizei vor Sandstürmen auf der A 14 zwischen dem Rastplatz Plater Berg und Dreieck Schwerin sowie auf der A 20 zwischen Bad Doberan und Rostock-West gewarnt. Auch die A 24 in Brandenburg war betroffen – zwischen Herzsprung und Neuruppin. Auf der A20 wurde die Geschwindigkeit nach Angaben der Polizei auf 80 Stundenkilometer begrenzt. Nach der langen Trockenheit hätten starke Windböen an mehreren Stellen Boden und Sand von den ausgedörrten Äckern und Feldern auf die Fahrbahnen getragen. Gestern hatte sich die Lage wieder beruhigt. Die große Gefahr sei gebannt, hieß es.

Anfang April 2011 waren in einem Sandsturm auf der A 19 südlich von Rostock 83 Fahrzeuge ineinander gerast, das Unglück hatte bundesweit für Entsetzen gesorgt. Auch damals wirbelte ein Sturm nach wochenlanger Trockenheit riesige Mengen Sand und Erde hoch, was den Autofahrern schlagartig die Sicht nahm. Acht Menschen kamen ums Leben, rund 130 wurden verletzt, 19 davon schwer.

Die Landesvorsitzende der Umweltorganisation BUND, Corinna Cwielag, kritisiert, dass von den damaligen Versprechungen, Abhilfe zu schaffen, viel zu wenig umgesetzt worden sei. Der Schwerpunkt der Forderungen sei auch heute noch, für alle erosionsgefährdeten Flächen ein Feldhecken-Programm aufzulegen.

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