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Mecklenburg-Vorpommern

21. November 2017 | 03:56 Uhr

Saisonstart im DDR-Museum

vom

svz.de von
erstellt am 30.Mär.2012 | 08:20 Uhr

Perleberg | Ende und Anfang liegen mitunter nah beieinander: Für Anngrit Arndt ist es am heutigen Sonnabend der letzte Arbeitstag im DDR-Geschichtsmuseum - für Hans-Peter Freimark und seine Frau Gisela ist es an diesem Wochenende der Start in die siebente Saison seit Eröffnung der Einrichtung 2006.

"Meine Kommunalkombi-Stelle läuft aus, es gab keine Chance auf Weiter beschäftigung", sagt Anngrit Arndt. Sie arbeitete seit 2005, als noch die Vorbereitungen liefen, im und für das DDR-Museum mit einer Unterbrechung im Jahr 2007. "Es war sehr interessant. Ich habe viele Menschen kennen gelernt. Nicht wenige hatten Tränen in den Augen, bei anderen Besuchern überwog die Freude", erzählt die Postlinerin. Hans-Peter Freimark und seine Frau betreuen das Museum mit den inzwischen 25 Ausstellungsräumen ab 1. April allein. "Möglicherweise bekommen wir Unterstützung über den Bundesfreiwilligendienst. Beantragt ist es", so Freimark gestern im Gespräch mit dem "Prignitzer". Mit der geplanten Ausstellung im ehemaligen Fernmeldeamt in der Karl-Marx-Str. 1, die die Zeit von 1871 bis 1945 beleuchten soll, haben die Freimarks und der Verein Geschichte des 20. Jahrhunderts in der Prignitz e. V. ein weiteres großes Projekt in Arbeit. Eine ganze Menge Exponate seien dort schon zusammengekommen, sagt Hans-Peter Freimark.

Allein zeitlich und kräftemäßig ist es daher nicht möglich, dass das DDR-Museum in dieser Saison mit wesentlichen Neuerungen aufwartet. Allerdings sei ein Pionier- und FDJ-Kabinett in Vorbereitung. "Zum Sommer möchten wir es eröffnen", so Freimark.

Der erste Themenabend der Saison - insgesamt ist es der 21. - beschäftigt sich am 17. April ab 19 Uhr mit "Widerstand in der DDR". Stefan Roloff und Carola Stabe führten lebensgeschichtliche Interviews mit Menschen, die sich dem DDR-System widersetzten. Von 21 bis 21.30 Uhr ist ein Lebensbericht von Ulrike Poppe als Projektion an der Giebelwand des Gebäudes in der Karl-Marx-Str. 1 zu sehen.

Für Anngrit Arndt beginnt übrigens gleich am 2. April ein neuer Lebens- und Berufsabschnitt. Sie qualifiziert sich bei der KMG zur Seniorenpflegerin. Dem Geschichtsverein und dem Museum bleibe sie dennoch treu, möchte künftig ehrenamtlich helfen.


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