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Arbeitszahlen im Februar : Saisonal typisch mehr Arbeitslose

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In MV und Brandenburg stiegen die Arbeitslosenquoten nur minimal. In MV stieg die Quote von 13,6 auf 13,7 Prozent, in Brandenburg blieb sie dennoch bei 11 Prozent. Der leichte Anstieg sei typisch für die Jahreszeit.

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erstellt am 28.Feb.2013 | 07:55 Uhr

Kiel/Schwerin | In MV zeichnet sich zum Winterausklang eine Belebung am Arbeitsmarkt ab. Die Zahl der Arbeitslosen betrug im Februar 115 800 und lag damit nur um 300 über dem Januarwert. Die Arbeitslosenquote stieg minimal von 13,6 auf 13,7 Prozent. "Dieser leichte Anstieg ist saisonal typisch", erklärte Margit Haupt-Koopmann, Chefin der Landesarbeitsagentur, gestern und verwies zugleich auf die steigende Zahl freier Stellen. "Zwar haben wir in Mecklenburg-Vorpommern insgesamt noch nicht das Vorjahresniveau erreicht, doch ich finde es erfreulich, dass wir gegenüber dem Vormonat Januar ein Plus von 1300 Stellen oder 50,3 Prozent melden können", erklärte sie. Auch im Vergleich zum Februar 2012 sei das ein ungewöhnlich hoher Zuwachs. Damals habe das Plus 900 Stellen betragen. Stellen seien vor allem im Handwerk, im verarbeitenden Gewerbe und im Gesundheitswesen geschaffen worden. Haupt-Koopmann: "Die schwächere Wirtschaftsentwicklung hat der Arbeitsmarkt gut verkraftet." Es gebe Anzeichen für einen Frühjahrsaufschwung im März. Die aktuelle Zahl von 115 800 Arbeitslosen liege um 4700 unter der vom Februar 2012 - der niedrigste Februar-Wert seit der Wende.

Dennoch trug MV im Vergleich der Bundesländer erneut die Rote Laterne. Sachsen-Anhalt hatte mit 12,6 Prozent die zweitschlechteste Arbeitslosenquote, am niedrigsten war sie in Baden-Württemberg mit 4,3. Haupt-Koopmann kündigte für die kommenden Monate mehr Hilfe für Langzeitarbeitslose an. 34 100 Frauen und Männer suchen derzeit länger als ein Jahr einen Job. Ihnen soll mit maßgeschneiderten Förderangeboten der Einstieg erleichtert werden.

Den Anstieg bei den gemeldeten Stellenangeboten wertete Sozial-Staatssekretär Nikolaus Voss als Zeichen dafür, dass die Unternehmen erkannt haben, "dass sie die Fachkräfte von morgen schon heute gewinnen müssen". Voss zeigte sich zuversichtlich, dass mit dem Februar der Jahreshöchststand bei den Arbeitslosenzahlen erreicht ist und ab März ein deutlicher Rückgang einsetzt.

"Der Bedarf an Fachkräften in wichtigen Wirtschaftsbereichen wächst. Die Unternehmen stellen ein. Dies ist ein gutes Zeichen für eine anstehende Frühjahrsbelebung", stellte Wirtschaftsminister Harry Glawe (CDU) fest. Haupt-Koopmann appellierte an die Unternehmen, künftig stärker auch Ungelernten zwischen 25 und 35 Jahren - ob arbeitslos oder beschäftigt - eine Chance zu geben und sie mit Hilfe der Arbeitsagenturen für eine Erstausbildung zu gewinnen.

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