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Neubrandenburg/ Neustrelitz : Saison mit Gästerekord

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Aus der Onlineredaktion

Die Theater und Orchester GmbH konnte mehr als 125 000 Besucher begrüßen

svz.de von
erstellt am 01.Aug.2017 | 12:00 Uhr

Mit einem Gästerekord hat die Theater und Orchester GmbH Neubrandenburg/ Neustrelitz die Saison 2016/17 beendet – trotz Debatte über die umstrittene Theaterreform. „Es war eine Supersaison mit mehr als 125 000 Zuschauern“, sagte Intendant Joachim Kümmritz gestern.

Das seien rund 3000 Gäste mehr als im Vorjahr für die TOG. Allein die Freiluft-Operette „Der Zigeunerbaron“, die am Sonntag erstmals mit einem „Grande Finale“ zu Ende ging, habe bei 13 Vorstellungen 15 000 Gäste gehabt – das waren 2200 Gäste mehr als im Vorjahr.

Die TOG – eine von vier großen Bühnen im Nordosten – soll nach dem Willen des Landes aus Kostengründen Mitte 2018 mit dem Theater Vorpommern (Greifswald/ Stralsund) fusionieren. Das geplante „Staatstheater Nordost“ kritisieren aber viele Theaterfreunde.

Kümmritz nannte die Fusion 2018 ein „sehr ehrgeiziges Ziel“. Der 68-Jährige kündigte an, in Neubrandenburg/Neustrelitz Ende Juli 2018 als Intendant aufzuhören. Die gemeinsame Spielzeit 2018/19 soll dann der jüngere Stralsunder Intendant Dirk Löschner für die zwei Häuser planen. „Es ist toll, dass unsere Mitarbeiter unter dem Stress trotzdem diese Leistung gebracht haben“, erklärte der Intendant. Der Besucherrekord sei erreicht worden, obwohl es mit 572 Aufführungen 13 Konzerten und Theatervorführungen weniger als 2015/16 gab.

Kümmritz hob hervor, dass die Theaterleute mit Stücken wie „Jedermann“ und „Killing Orpheus“ außerhalb des Theaters auf das Publikum zugegangen sind. Das Sommerspektakel und die Operette unter freiem Himmel am Schlossberg erfreuten sich großer Beliebtheit. Für 2018 ist die Operette „Wie einst im Mai“ von Walter und Willi Kollo geplant, wozu sich Sänger und Enkel René Kollo als Ehrengast angekündigt habe.

Bei der umstrittenen Theaterfusion soll Stralsund das Musiktheater, Greifswald Schauspiel und Ballett und Neubrandenburg die Philharmonie erhalten. In Neustrelitz, wo die meisten Einschnitte drohen, sollen die zentralen Werkstätten, 25 Stellen im musikalischen Schauspiel sowie die Operettenfestspiele bleiben. Von 485 Stellen an allen vier Standorten sollen 65 wegfallen – bis 2020.

 

 

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