Drama in Güstrow : Säugling mit Schütteltrauma in Klinik eingeliefert

Ein wenige Wochen alter Säugling ist so stark geschüttelt worden, dass er mit Hirnblutungen in eine Schweriner Klinik gebracht werden musste.

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27. September 2012, 08:15 Uhr

Güstrow | Drama in Güstrow: Ein wenige Wochen alter Säugling ist so stark geschüttelt worden, dass er mit Hirnblutungen in eine Schweriner Klinik gebracht werden musste. Wie die Staatsanwaltschaft Rostock gestern mitteilte, wird der 22-jährige Lebensgefährte der Mutter der Tat beschuldigt. Der Junge sei inzwischen außer Lebensgefahr, Spätfolgen könnten nach Ansicht der Ärzte jedoch nicht ausgeschlossen werden. Noch sei nicht bekannt, was sich am vorletzten Wochenende in der Güstrower Wohnung abgespielt habe, sagte die Staatsanwältin. Die 25-jährige Mutter sei mit dem Kind am darauffolgenden Montag bei einer Kinderärztin erschienen. Diese habe das Baby wegen der Krampfanfälle ins Krankenhaus überwiesen. Die Klinikärzte hätten ein Schütteltrauma festgestellt und die Polizei alarmiert. Die Rostocker Staatsanwaltschaft ermittele gegen den 22-Jährigen u.a. wegen versuchten Totschlags. Ein Haftbefehl sei nicht beantragt worden, es lägen keine ausreichenden Beweise vor. Pro Jahr sterben zwischen 100 und 200 Babys in Deutschland durch ein Schütteltrauma. Die Dunkelziffer der Kinder, die so zu Tode kommen oder schwer behindert überleben, ist in keiner Statistik erfasst.

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