Festival "Force Attack" : Rund 2000 Punks feiern friedlich

Foto: Archiv
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Das in der Kleinstadt Stavenhagen beinahe verbotene Punk-Festival "Force Attack" hat die ersten zwei Partynächte gut überstanden. Die insgesamt rund 2000 Gäste seien alle friedlich geblieben, teilte die Polizei mit.

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29. Juli 2012, 04:55 Uhr

Das ursprünglich verbotene Punk-Festival "Force Attack" in der Kleinstadt Stavenhagen (Kreis Mecklenburgische Seenplatte) ist bislang friedlich abgelaufen. Am Freitag und Samstag hätten insgesamt rund 2000 Menschen ohne nennenswerte Zwischenfälle gefeiert, teilte die Polizei am Sonntag auf Anfrage mit. "Auch die Veranstalter haben alle Auflagen eingehalten."

Insgesamt hatten am Wochenende rund 2000 Menschen in der Nähe des Festivalgeländes auf einem Acker gezeltet, sagten die zuständigen Einsatzkräfte. Zunächst hätten sie auf dem Festivalgelände gefeiert und den zahlreichen Bands zugehört. Gegen 3.00 Uhr nachts hatten die Punks dann genug und zogen ohne Querelen ab in Richtung Zeltplatz, wie die Polizei erklärte. Das Festival sollte Sonntagnacht enden.

Vor Beginn des "Force Attack" hatte es ein tagelanges Hin und Her zwischen den Veranstaltern und der Stadt gegeben, das letztlich in einem Kompromiss endete. Demnach sollten die Teilnehmer nur auf einer Wiese in der Nähe ihre Zelte aufschlagen und das Tankhaus-Gelände nicht mehr zum Übernachten, sondern nur als Konzertort nutzen.

Zunächst hatte Stavenhagens Bürgermeister Bernd Mahnke (parteilos) das Festival aus Sicherheitsgründen untersagt.

Mit ausschlaggebend für den Kompromisses war, dass zunächst deutlich weniger Gäste gekommen waren als angekündigt. Bei Temperaturen um 30 Grad und Sonne pur waren am Freitagnachmittag erst mehrere hundert Gäste angereist. Die Veranstalter hatten von rund 2600 verkauften Karten gesprochen. Die Polizei war mit einem Großaufgebot am Ort.

Das Festival hatte über Jahre in Klingendorf bei Rostock stattgefunden, durfte dort aber wegen Sicherheitsproblemen nicht wieder seine Zelte aufbauen. Veranstalter Imre Sonnevend wollte dann nach Berlin gehen, was auch scheiterte. Dann kam das seit Monaten leerstehende und sanierungsbedürftige Tankhaus in Stavenhagen ins Spiel, aber niemand hatte die Stadt gefragt. Bürgermeister Mahnke verlangte ein Sicherheitskonzept, das aber nicht vorgelegt wurde.

Stattdessen wurde die Veranstaltung als "private Soliparty" deklariert.

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