Wismar : Rund 120 000 Besucher beim 17. Schwedenfest

Mehr als 150 Jahre gehörte Wismar zu Schweden. Darin erinnert jedes Jahr das traditionelle Schwedenfest. Auch in diesem Jahr strömten wieder zahlreiche Besucher in die Hansestadt.

svz.de von
21. August 2016, 17:20 Uhr

Mit rund 120 000 Besuchern ist das traditionelle Schwedenfest in Wismar am Sonntag zu Ende gegangen. „Wir sind sehr zufrieden. Dieses Jahr war die Stadt besonders voll“, sagte eine Sprecherin am Sonntag. „Die Stimmung war friedlich und entspannt.“ Mit dem Volksfest erinnert die Hansestadt an ihre mehr als 150 Jahre dauernde Zugehörigkeit zu Schweden, die erst 1803 endete.

Ministerpräsident Erwin Sellering (SPD) hatte zu Beginn die besondere Bedeutung der Traditionsveranstaltung hervorgehoben. „Mit dem Schwedenfest in Wismar werden schon die Kleinsten auf andere Kulturen neugierig gemacht. Sie legen damit eine Grundlage für hanseatische Weltoffenheit“, sagte der Regierungschef und dankte allen, die sich für die deutsch-schwedischen Beziehungen engagieren. Sellering verwies auf die Kooperation des Landes mit der Region Skåne (Schonen) und die 28 Städte- und Schulpartnerschaften beider Länder. Viele dieser Kontakte seien von Wismar ausgegangen.

Die Besucher des Schwedenfestes, das nach der Hanse Sail in Rostock als das zweitgrößte Stadtfest in Mecklenburg-Vorpommern gilt, erwartete ein vielgestaltiges Bühnenprogramm, Markttreiben und sportliche Herausforderungen wie der Schwedenlauf am Schlusstag. Zu den besonderen Anziehungspunkten gehörte wieder das historische Heerlager auf dem Markt. Militärhistorische Truppen lagern auf dem Platz vor dem Rathaus und ziehen mit Exerzierübungen und Wachablösungen die Aufmerksamkeit der Besucher auf sich.

Wismar war während des Dreißigjährigen Krieges 1632 von den Schweden eingenommen worden. Durch den Friedensvertrag von Osnabrück 1648 gelangte die Stadt in den Besitz der schwedischen Krone. 1803 kam es zum Pfandvertrag zu Malmö, demzufolge Wismar samt Poel und Neukloster an den Herzog von Mecklenburg überging.

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