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Zum Ablauf der Gewährleistungsfrist nur kleinere Mängel : Rügenbrücke - Risse im Beton

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Die 2007 erbaute Rügenbrücke hat sich nach Einschätzung von Bauleiter Gawlas als gelungenes und belastbares Bauwerk erwiesen. Zum Ablauf der fünfjährigen Gewährleistungsfrist werden derzeit kleinere Mängel beseitigt.

svz.de von
erstellt am 05.Okt.2012 | 10:29 Uhr

Stralsund | Die 2007 erbaute Rügenbrücke hat sich nach Einschätzung von Bauleiter Ulrich Gawlas als gelungenes und belastbares Bauwerk erwiesen. Zum Ablauf der fünfjährigen Gewährleistungsfrist würden derzeit kleinere Mängel beseitigt, darunter Roststellen an Stahlbauteilen und kleinere Risse im Beton, sagte der von der bundeseigenen Planungsgesellschaft Deges beauftragte Gawlas.

Die Kosten im geschätzten unteren fünfstelligen Bereich müsse die damals bauausführende Firma tragen. Die Ausbesserungsarbeiten an dem 4,1 Kilometer langen und vom Bund mit 125 Millionen Euro finanzierten Bauwerk sollen Ende Oktober abgeschlossen sein.

In den vergangenen Monaten wurden 25 unterschiedliche Tests an Seilen, Stahl, Beton und Leiteinrichtungen durchgeführt, um die Qualität der Brücke zu prüfen und Nachbesserungen zu veranlassen.

"Größere Schäden wurden nicht gefunden", berichtete Gawlas. Risse im Beton sollen in den kommenden Wochen mit Epoxidharz geschlossen werden, erklärte der Ingenieur. Er hatte bereits die dreieinhalb Jahre dauernden Bauarbeiten überwacht. Lose Schrauben an den Windschutzeinrichtungen würden nachgezogen und Korrosionsschutz aufgetragen. Zudem erhält die Brücke an den landseitigen Pfeilerköpfen einen "Vogeleinflugschutz", um zu verhindern, dass Tauben in das Innere der Brücke gelangen. Der nächste kleine Brücken-TÜV ist 2015 fällig. Die große Hauptuntersuchung folgt 2018.

Die Rügenbrücke, die Stralsund mit der beliebten Ostseeinsel Rügen verbindet und über die im Sommer täglich bis zu 20 000 Autos rollen, wurde 2007 als ingenieurstechnische Meisterleistung mit 13 technologischen Neuerungen gefeiert.

Bundesweit erstmalig wurden für die zum Mittelpfeiler führenden Seilpaare Litzenbündel verwendet. Diese Technologie sei inzwischen auch bei anderen Brückenneubauten über Rhein und Elbe eingesetzt worden, sagte Gawlas.

Auch die besonderen Windschutz wände hätten ihren Zweck erfüllt. Im Gegensatz zu anderen Küstenbrücken sei die Rügenbrücke kaum für Lastwagen gesperrt gewesen. Fachleute schätzen die Lebensdauer der Brücke auf 100 Jahre.

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