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Undurchsichtige Wahlhilfe : Rüge für verschleierte AfD-Schützenhilfe

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Wahlzeitung und Großplakate zur vergangenen Landtagswahl vom Deutschen Rat für Public Relations kritisiert

svz.de von
erstellt am 27.Jan.2017 | 21:00 Uhr

Rüffel für undurchsichtige Wahlhilfe: Der Deutsche Rat für Public Relations (DRPR) hat den teilweise unbekannten Verantwortlichen der Wahlzeitung „Extrablatt“ und von Großplakaten mit einer Wahlempfehlung zugunsten der AfD eine Rüge wegen Verschleierung erteilt. Auf der Wahlzeitung und den Plakaten seien der wahre Absender und die Quelle der Finanzierung nicht hinreichend erkennbar gewesen, begründete der DRPR seine Entscheidung. Dies verstoße gegen die Grundsätze der Kommunikation mit Öffentlichkeiten.

Zur Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern wurden zahlreiche Werbeplakate für die AfD aufgestellt und „Extrablätter“ an die Haushalte verteilt. Darin wurde gegen Flüchtlinge gehetzt und zur Wahl der AfD aufgerufen. Parteimitglieder beteuerten, von den Aktionen nichts gewusst zu haben. Im „Extrablatt“ für Mecklenburg-Vorpommern waren laut PR-Rat weder eine Agentur noch ein Verlag oder eine Druckerei genannt worden. Die Autoren seien außerdem vorher nicht publizistisch in Erscheingung getreten. Es könnte sich um reine Alias-Namen handeln, so die Schlussfolgerung des DRPR. Im Impressum des Blattes wurde lediglich die Vereinigung zur Erhaltung der Rechtsstaatlichkeit und der bürgerlichen Freiheiten genannt – jedoch nur mit einer Postfachadresse und ohne Benennung eines Verantwortlichen. Für die Empfänger bleib somit unklar, wer die Hetz-Schrift erstellt und finanziert hatte.

Mehreren Medienberichten zufolge soll hinter dem Verein und der verschleierten Schützenhilfe ein AfD-Mitglied aus Oberfranken mit guten Kontakten zur Parteispitze stehen. Der Vorwurf der illegalen Parteienfinanzierung stehtseitdem im Raum.

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