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Positive Tendenz in Mecklenburg-Vorpommern : Rückgang beim Komasaufen

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Das Komasaufen hat in MV spürbar abgenommen. Während sich in Deutschland für 2011 ein leichter Anstieg abzeichnet, kamen im Nordosten 27,5 Prozent weniger Kinder und Jugendliche nach Alkoholmissbrauch ins Krankenhaus.

svz.de von
erstellt am 01.Feb.2013 | 08:46 Uhr

Schwerin | Das oft lebensgefährliche Komasaufen bei Kindern und Jugendlichen hat in Mecklenburg-Vorpommern spürbar abgenommen. Während sich in Deutschland für das Jahr 2011 ein leichter Anstieg abzeichnet, kamen im Nordosten 27,5 Prozent weniger Jugendliche nach schwerem Alkoholmissbrauch ins Krankenhaus. Das sei bundesweit der stärkste Rückgang, teilte die Krankenkasse DAK-Gesundheit gestern unter Berufung auf vorläufige Zahlen der Statistischen Landesämter für neun Bundesländer mit. Demnach kamen 2011 in Mecklenburg-Vorpommern insgesamt 286 Jugendliche nach Alkoholmissbrauch in eine Klinik und damit 110 weniger als im Jahr davor. Keinen Rückgang gab es den Angaben zufolge bei jungen Mädchen im Alter von 10 bis 15 Jahren.

Die Kasse startete gestern die bundesweite Kampagne "bunt statt blau". Der Plakatwettbewerb zur Alkoholprävention für Schüler zwischen 12 und 17 Jahren geht bereits in die vierte Runde. Die Tendenz in Mecklenburg-Vorpommern sei sehr erfreulich und stimme zuversichtlich, sagte Claudia Diekneite von der Landesstelle für Suchtfragen. "Aber wir dürfen uns nicht zurücklehnen, denn die Zahlen sind immer noch hoch", mahnte sie. In keinem anderen Bundesland sei zudem der Anteil alkoholbedingter Sterbefälle so hoch wie in Mecklenburg-Vorpommern.

Nach Einschätzung von Sozialministerin Manuela Schwesig (SPD) zeigen die Zahlen, dass sich die Präventionsarbeit an Schulen, in Jugendklubs und Diskotheken auszahlt. "Andererseits machen sie deutlich, dass unser Jugendschutzgesetz greift", erklärte die Ministerin. Diekneite mahnte dauerhafte Vorsorgeprojekte an. Den jüngsten Daten zufolge bleibt das sogenannte Komasaufen bei Minderjährigen in Deutschland auf hohem Niveau. Während 2011 im Westen mehr junge Leute als im Vorjahr bis zum Umfallen tranken, ging deren Zahl in den meisten östlichen Bundesländern zurück. Insgesamt landeten 2011 mehr als 21 400 Volltrunkene im Krankenhaus, wie ein DAK-Sprecher sagte - 1,7 Prozent mehr als im Vorjahr. Die vorläufigen Daten zum Komasaufen beziehen sich auf Schüler im Alter von 10 bis unter 20 Jahren, die in einer Klinik behandelt werden mussten.

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