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Mecklenburg-Vorpommern

23. November 2017 | 23:30 Uhr

Rotorblatt-Hersteller schafft 350 Jobs

vom

svz.de von
erstellt am 10.Aug.2012 | 09:37 Uhr

Rostock | Das Berliner Unternehmen Euros, Hersteller von Rotorblättern für Windkraftanlagen, plant den Bau einer großen Produktionsanlage in Rostock. Wie Euros-Geschäftsführer und Inhaber Michael Wolf gestern in Rostock sagte, sollen im maritimen Industriegebiet Groß Klein bis zu 350 Arbeitsplätze entstehen. In der 30 mal 120 Meter großen Halle ist der Bau von jährlich bis zu 600 Rotorblättern für Offshore-Windkraftanlagen geplant. Diese sind bis zu 83 Meter lang, was einen Produktionsstandort an der Kaikante dringend erforderlich mache. Wolf rechnet mit einer Investitionssumme von rund 48 Millionen Euro.

Gleichzeitig soll in Sassnitz auf Rügen eine Produktionsstätte für die ersten Prototypen entstehen, die als Erste fertig werden soll.

Wolf sprach von etwa 30 Mitarbeitern, die zusätzlich dort Arbeit finden werden. Nach Angaben von Rostocks Oberbürgermeister Roland Methling (parteilos) steht ein Großteil des notwendigen Geländes in Groß Klein bereits zur Verfügung. Für einen weiteren Teil bedürfe es der Änderung des Bebauungsplans und der Zustimmung der Bürgerschaft. Er rechne aber fest damit, dass diese bis zum geplanten Baubeginn im Frühjahr 2013 vorliegt. Euros-Geschäftsführer Wolf betonte, dass die Bürgerschaft zugestimmt haben muss, bevor der erste Spatenstich gesetzt wird. 2014 soll die Produktion beginnen.

Wirtschaftsminister Harry Glawe (CDU) begrüßte die Entscheidung von Euros zugunsten Rostocks. Dies stelle die "beeindruckende Dynamik" der Windkraftindustrie Mecklenburg-Vorpommerns unter Beweis. Das Land könne Euros mit bis zu 30 Prozent der Investitionssumme - also 14,4 Millionen Euro - unterstützen, sagte er. Euros wurde nach Worten Wolfs 1996 als Ingenieurbüro für Rotorblatt-Entwicklung gegründet. Seit 1999 beziehungsweise 2008 gibt es zwei Produktionsstandorte im südlichen Polen. Diese Standorte bleiben erhalten. Insgesamt beschäftige Euros rund 250 Mitarbeiter.

In Rostock sollen Arbeitsplätze in der Produktion und Entwicklung entstehen. Ein Grund für die Entscheidung zugunsten Rostocks sei auch die spezielle Ausrichtung der Universität auf die Windkraftenergie mit einer Stiftungsprofessur des Anlagenherstellers Nordex.


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