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Gebäudekomplex in Güstrow : Roten Teppich für Investoren ausgerollt

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Das seit Jahren leer stehende Haus soll an den Mann gebracht werden. Die Stadt rollt für mögliche Investoren den roten Teppich aus. Zugesichert wird eine Städtebauförderung zum Höchstsatz von 50 Prozent der Baukosten.

svz.de von
erstellt am 08.Feb.2012 | 10:32 Uhr

Güstrow | Die Stadt bläst zum Sturm. Das seit Jahren leer stehende Haus in der Domstraße 6 soll an den Mann gebracht werden. Die Stadt rollt für mögliche Investoren den roten Teppich aus. Zugesichert wird eine Städtebauförderung zum Höchstsatz von 50 Prozent der Baukosten, das segneten die Stadtvertreter auf ihrer jüngsten Sitzung ab. Nun soll regional und überregional ausgeschrieben werden. Gleichzeitig schreibt die Stadt auch andere "Ladenhüter" nochmals aus. Eine Privatisierung der Domstraße 6 war gescheitert. Der zwischenzeitliche Eigentümer war nicht aktiv geworden, sodass die Stadt nach langwierigen Verhandlungen eine Rückabwicklung des Vertrages erwirkte.

"Der Grundstücksmarkt ist in Bewegung", schätzt Güstrows Bürgermeister Arne Schuldt ein. Ein Run auf Güstrower Immobilien sei nicht zu verzeichnen, aber man wolle die Situation in der Euro-Krise, wo Geld vielleicht lieber in Immobilien angelegt wird, nutzen. So bietet die Stadt - und das nicht zum ersten Mal - die Häuser in der Gleviner Straße 6 (hier hatte Zar Peter der Große 1712 einmal Quartier genommen), im Tiefetal 11 und die Hageböcker Straße 12 an. Nicht uninteressant dürften aus Sicht des Bürgermeisters auch drei zusammenhängende Grundstücke an der Ecke Gleviner/Lange Straße sein. Fünf Grundstücke in Bauhof Nord komplettieren das städtische Angebot.

Zehn Wohnungen im Gebäudekomplex denkbar

Schwierig seien die großen Grundstück in der Altstadt, so Schuldt. Die Domstraße 6 gehöre dazu. Deshalb biete man die Immobilie jetzt mit der verbindlichen Zusage für Städtebaufördermittel an. Außerdem liefere man ein Grundkonzept für die Nutzung mit. Zehn Wohnungen wären denkbar, aber auch Gewerbe im Erdgeschoss. Es gebe weiter eine denkmalpflegerische Untersuchung. Bauhistorische Werte des im Stil des Klassizismus erbauten Hauses und die zu erwartenden Sanierungskosten seien aufgelistet. "So können Investoren besser einschätzen, ob ein Objekt für sie interessant und machbar ist", sagt Schuldt und denkt an das Beispiel der drei Giebelhäuser Am Berge, die schließlich doch einen Interessenten fanden, und auch an das Areal Baustraße/Armesünderstraße. Dort hatte es im Vorfeld bereits ein Sanierungskonzept bzw. einen Planungswettbewerb gegeben.

So weit gehe man im Falle der Domstraße 6 nicht. Das Vorgehen sei aber ähnlich. "Dieser Weg erscheint uns vielversprechender zu sein", meint Schuldt und kündigt an, auch für die Objekte Gleviner Straße 23 bis 25 einen ähnlichen Weg gehen zu wollen. Dies sei aber erst in der Planungsphase.


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