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Mecklenburg-Vorpommern

22. September 2017 | 10:06 Uhr

Arbeitslosenzahlen : Rote Laterne abgegeben

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Arbeitslosenzahl in MV im Mai auf 90 700 gesunken / Quote von Saison abhängig

Die Zahl der Arbeitslosen ist in Mecklenburg-Vorpommern um 5700 auf 90 700 gesunken und damit auf den niedrigsten Wert in einem Mai seit der Wiedervereinigung. Die Quote ging von 11,4 Prozent im April auf jetzt 10,9 Prozent zurück, wie die Regionaldirektion Nord der Bundesagentur für Arbeit in Kiel mitteilte. Mecklenburg-Vorpommern verließ damit im Bundesländervergleich den letzten Platz. Auf diesem liegt jetzt Berlin mit 11,1 Prozent.

Auch im Vergleich zum Vorjahr ist die Arbeitslosigkeit im Nordosten niedriger: Im Mai 2013 lag die Quote bei 11,4 Prozent. Die geringste Erwerbslosigkeit hat der vergleichsweise wirtschaftsstarke Landkreis Ludwigslust-Parchim mit 8,4 Prozent. Von dort pendeln auch viele Arbeitnehmer nach Hamburg. Die meisten Menschen auf Jobsuche gibt es im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte mit 13,3 Prozent.

Immer, wenn der Sommer naht und die Touristen kommen, geht es mit dem Arbeitsmarkt Mecklenburg-Vorpommerns aufwärts, vor allem an der Küste. Im Winter sieht es dann wieder schlechter aus. Aus Sicht von Wirtschaftsminister Harry Glawe (CDU) gibt es deshalb eine Menge zu tun. „Wir müssen auf dem Arbeitsmarkt weiter zu mehr Saisonunabhängigkeit kommen“, forderte er in Schwerin. „Das Wetter darf nicht der Indikator für mehr oder weniger Jobs in unserem Land sein.“ Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen für mehr saisonunabhängige Jobs sollen verbessert werden.

Sozialministerin Birgit Hesse (SPD) will sich in nächster Zeit vor allem um das Schicksal der Langzeitarbeitslosen kümmern. Gemeinsam mit der Bundesagentur für Arbeit sollen passgenaue Instrumente angeboten werden, um diese Gruppe für den Arbeitsmarkt fit zu machen.

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