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Mecklenburg-Vorpommern

11. Dezember 2017 | 18:20 Uhr

Rostockerin stirbt in Schweizer Schlucht

vom

svz.de von
erstellt am 08.Okt.2012 | 06:56 Uhr

St. Gallen/Rostock | Beim Schluchten-Klettern in der Schweiz ist eine junge Frau aus Rostock tödlich verunglückt. Auch ihr Bergführer kam ums Leben. Beide wurden mit ihrer Extremsport-Gruppe beim so genannten Canyoning im Fallenbach bei Amden (Kanton St. Gallen) von plötzlich steigendem Wasser überrascht.

Nach Polizeiangaben von gestern konnten sich andere Freizeitsportler von insgesamt zwei Gruppen bei dem Unglück am Sonntag nur knapp vor den hereinbrechenden Wassermassen in Sicherheit bringen. Mehrere von ihnen erlitten dabei Verletzungen. Für die 23-jährige Touristin aus Rostock und den 24-jährige belgischen Guide kamen Rettungsversuche zu spät.

Ihre Leichen wurden am Sonntag nach einer umfangreichen Suchaktion gegen 23 Uhr gefunden. Zuvor hatten Suchtrupps des Schweizerischen Alpenclubs, der Feuerwehr, der Seerettung und der Polizei die Gegend durchkämmt. Die Suche vom Helikopter aus hatte wegen schlechten Wetters eingestellt werden müssen. Nach Informationen der Zeitung "Blick" waren die Canyoning-Gruppe mit der als solide und erfahren geltenden Schweizer Sport-Touristik-Firma Fischer Adventures unterwegs. Für den Risikosport wirbt das Unternehmen mit dem Slogan "Canyoning - ein einmaliges Natur-Erlebnis, das haften bleibt".

Beim Canyoning kommt es immer wieder zu Unfällen. Der bislang schwerste ereignete sich im Juli 1999 in der Saxetschlucht bei Wilderswil im Berner Oberland. Damals starben 21 Menschen im Alter von 19 bis 32 Jahren. Auch in diesem Fall war der Bach nach heftigem Regen angeschwollen und hatte die seinerzeit 45-köpfige Expedition mitgerissen.

Beim Canyoning werden Schluchten von Wasserläufen begangen. Dazu gehören meist Kletter- und Rutschpartien, aber auch Sprünge ins Wasser und Schwimmpassagen.

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