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Film mit Cosma Shiva Hagen : Rostockerin feiert Kinodebüt

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Maike Johanna Reuter spielt Hauptrolle in „Der 8. Kontinent“ neben Cosma Shiva Hagen

In 36 Drehtagen um die Welt, selbst die Hauptrolle, Cosma Shiva Hagen als Kollegin – für ihr Kinoleinwand-Debüt hat Rostockerin Maike Johanna Reuter es ziemlich gut getroffen. Mit „Der 8. Kontinent“ wird die HMT-Studentin in 53 Kinos zu sehen sein – gestern bereits im Rostocker Lichtspieltheater Wundervoll.

„Das freut mich natürlich besonders“, sagt Maike. Ihre Freunde, vielleicht Dozenten und Wilson Bischoff, bei dem sie extra für den Film Kung- Fu-Unterricht nahm, waren mit im Publikum. Regisseur Serdar Dogan wollte für die Hauptrolle seines zweiten großen Films eine junge Schauspielerin, ein neues Gesicht, eine kämpferische Frau. Er machte kein reguläres Casting, sondern stöberte durch Onlineprofile von Schauspielstudenten. Und er fand Maike.

Im Film mimt sie Lena, eine 22-Jährige, die mit dem Tod ihrer Mutter konfrontiert ist, zu der sie sechs Jahre keinen Kontakt mehr hatte. Plötzlich ist sie wieder in ihrem Leben – weit weg und zugleich näher als je gedacht. Zu jedem ihrer Geburtstage hatte die Mutter, in den Rückblenden gespielt von Cosma Shiva Hagen, ihrer Tochter geschrieben, doch die Briefe nie abgeschickt. Lenas Leben stellt das auf den Kopf. Sie beginnt, den Traum ihrer Mutter zu leben, sie bereist alle Kontinente.

Und das wollte auch Regisseur Serdar Dogan. Zu ambitioniert, fanden das viele. Die Filmförderung blieb aus. Über Crowdfunding schaffte er es dennoch. „Wir sind nur zu dritt um die Welt gereist“, sagt Maike – Dogan, Filmemacherin Katharina Fast und sie. Die Toscana, Rom, Rio, New York, Hong Kong, Golden Coast, Kapstadt, Norwegen. In Deutschland entstanden Szenen in Karlsruhe, der Rostocker HMT und der Kung Fu-Schule. „Sedar hat vieles vorher geplant“, sagt Maike. Die Schauspieler warteten in den Orten, viele Locations standen, manches kam spontan dazu. Anstrengend und wunderschön, so beschreibt Maike die Zeit. „Wir sind an einem Tag angekommen, haben versucht, den Jetlag wegzuschlafen und haben dann zwei Tage gedreht.“ Alles musste klappen und das hat es. Für Maike war der Film ein Glücksgriff, eine wertvolle Erfahrung.

Ursprünglich kommt sie aus Bergisch Gladbach. Für ihr Schauspielstudium konnte sie zwischen Rostock und Bern wählen. Ihre Entscheidung hat sie nicht bereut. Neben dem Studium drehte sie schon für die Rostocker Schule, hatte eine Nebenrolle in einem Spielfilm, trat im Theater auf. Im November wird sie ihr Studium abschließen. Wohin ihr Weg geht, weiß sie noch nicht. „Ich lass mich überraschen“, sagt sie. Zuletzt brachte ihr das Glück und eine Reise um die Welt. 

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