Vorbereitungen für "Patriot"-Mission abgeschlossen : Rostocker Soldaten vor Einsatz in Krisenregion

Als Teileinheitsführer für die Abschusseinheit rückt Oberfeldwebel Daniel M. (25) mit dem ersten Einsatzkontingent in die Türkei aus. Vor Ort ist er als Wartungsfeldwebel auch dafür verantwortlich, dass die Startgeräte einwandfrei funktionieren. Foto: Georg Scharnweber
Als Teileinheitsführer für die Abschusseinheit rückt Oberfeldwebel Daniel M. (25) mit dem ersten Einsatzkontingent in die Türkei aus. Vor Ort ist er als Wartungsfeldwebel auch dafür verantwortlich, dass die Startgeräte einwandfrei funktionieren. Foto: Georg Scharnweber

Die Bundeswehr hat ihre Vorbereitungen für den "Patriot"-Einsatz in der Türkei weitgehend abgeschlossen. Morgen beginnt die Verlegung der „Patriot“-Abwehrraketen. Rund 170 Soldaten fliegen etwas später in die Türkei.

svz.de von
04. Januar 2013, 07:28 Uhr

Rostock/Sanitz | Die Bundeswehr hat ihre logistischen Vorbereitungen für den "Patriot"-Einsatz in der Türkei weitgehend abgeschlossen. Morgen verlegen die Raketenabwehrstaffeln aus Sanitz und Bad Sülze bei Rostock das Gros ihrer Technik zum Hafen Lübeck-Travemünde, wie ein Sprecher des Flugabwehrraketengeschwaders 2 gestern sagte. Die rund 170 Soldaten des Geschwaders fliegen aber erst etwas später in die Türkei, auf dem Programm steht unter anderem noch eine landeskundliche Einweisung. Die Einheit soll Anfang Februar im Südosten der Türkei einsatzbereit sein und den Nato-Partner vor Angriffen aus dem Bürgerkriegsland Syrien schützen. Es ist nach zahlreichen Übungsmanövern, unter anderem auf Kreta, der erste reale Einsatz.

Die "Patriot"-Raketen werden am Dienstag nach Angaben der Bundeswehr auf das Schiff "Suecia Seaways" der dänischen Reederei DFDS verladen. Das Schiff werde voraussichtlich am 21. Januar den türkischen Hafen Iskenderun erreichen. "Wir verlegen insgesamt rund 200 Fahrzeuge. Mehrere Container mit Technik sind schon auf dem Weg nach Travemünde", sagte der Sprecher des Geschwaders. Das Gesamtgewicht der Einsatztechnik betrage 2500 Tonnen. Die Nato-Staaten Deutschland, Niederlande und USA verlegen "Patriot"-Raketen in drei türkische Provinzen. Deutschland soll seine Raketen in Kahramanmaras stationieren, etwa 100 Kilometer von der Grenze zu Syrien entfernt.

Die Nato betonte, dass die Stationierung nur der Verteidigung diene. Ziel sei es, jegliche Bedrohung von der Türkei abzuwenden und die Krise an der südöstlichen Grenze der Nato zu entschärfen. Das Mandat ist zunächst bis Februar 2014 begrenzt. Die Kosten beziffert die Bundesregierung auf etwa 25 Millionen Euro.

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