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Mecklenburg-Vorpommern

11. Dezember 2017 | 11:07 Uhr

IS-Terror : Rostocker Helfer entgehen Anschlag

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Mitglieder von „MV für Kobane“ Zeugen des Bombenattentats in der Südtürkei

Vier Mitglieder der Initiative „MV für Kobane“ aus Rostock sind dem Anschlag in der südtürkischen Stadt Suruc knapp entgangen. Sie seien auf dem Weg in das Kulturzentrum Amara und nur noch etwa 150 Meter entfernt gewesen, als sich ein mutmaßlicher IS-Attentäter in die Luft sprengte, sagte der Rostocker Rechtsanwalt Thomas Wanie gestern. Mehr als 30 Menschen waren dabei gestorben. Wanie: „Wir haben die Opfer gesehen, haben die Atmosphäre erlebt.“ Körperlich gehe es ihm und den drei weiteren Mitgliedern von „MV für Kobane“ gut.

Die vier Mecklenburger waren in die Türkei gereist, um Absprachen für das Eintreffen eines Hilfstransports für das zerstörte Kobane in Syrien zu treffen. Kobane liegt nur 15 Kilometer von Suruc hinter der Grenze entfernt. Der Transport mit zwei Lastwagen habe medizinisches Material geladen, mit dem eine mobile Klinik betrieben werden kann, sagte Wanie. „MV für Kobane“ will trotz des Anschlags weiterhin versuchen, die Güter, die aus dem ganzen Land gespendet wurden, nach Kobane zu bringen. Eine kurzfristige Abreise sei nicht vorgesehen. Wanie betonte, dass sie Zeugen und keine Opfer des schrecklichen Ereignisses seien. Ziel des Anschlags war das Kulturinstitut Amara in Suruc, in dem seit der Eroberung Kobanes durch den IS die medizinische und logistische Hilfe koordiniert worden sei. Zum Zeitpunkt des Anschlags diskutierten 300 Menschen über den Wiederaufbau der Stadt.

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