Erste Landstromanlage für Kreuzliner in Hamburg : Rostock setzt auf Flüssiggas

Weitere alternative Stromversorgung mit Hilfe eines schwimmenden Gaskraftwerks im Hamburger Hafen.
Weitere alternative Stromversorgung mit Hilfe eines schwimmenden Gaskraftwerks im Hamburger Hafen.

Hamburg favorisiert dagegen Landstrom für die Versorgung von Kreuzfahrtenschiffen. Zum Start nur einen Kunden.

von
03. Juni 2016, 21:00 Uhr

Die Landstromversorgung von Kreuzfahrtschiffen ist aus Sicht des Seehafens Rostock aus ökonomischer und ökologischer Sicht keine praktikable und langfristig sinnvolle Lösung. Sie würde in der Gesamtbilanz nicht zur Senkung der Schiffsemissionen beitragen, sagte Hafensprecher Christian Hardt. Die Summe aus dem Verbrauch von Ressourcen für den Bau einer Landstromanlage, der Zusammensetzung des Strommixes in Europa und der seltenen Nutzung dieser Technologie falle negativ aus. Sollte sich jedoch eine Kreuzfahrtreederei dazu entschließen, in eine Landstromanlage zu investieren, um die Emission ihrer Schiffe im Hafenbetrieb zu reduzieren, werde sich der Hafen damit konstruktiv auseinandersetzen.

Der Hafen Rostock beschäftige sich dagegen seit geraumer Zeit mit der Bebunkerung alternativer Schiffstreibstoffe wie Flüssiggas LNG, mit denen die Schiffsemissionen direkt an Bord minimiert werden können. Ende Februar wurde das erste Frachtschiff im Rostocker Überseehafen mit LNG versorgt.

In Hamburg ist hingegen eine Landstromanlage am Terminal Altona in Betrieb genommen worden, die gestern erstmals die „Aidasol“ mit Strom versorgte. Das Schiff kann nun während der Liegezeit im Hafen seine luftverschmutzenden Dieselgeneratoren abschalten. Die Anlage ging 2014 in Bau und hätte bereits im vergangenen Jahr in Betrieb gehen sollen. Das verzögerte sich aufgrund technischer Herausforderungen.

Darum geht's im MEDIENPROJEKT von SVZ und NNN

Etwa 75.000 Schüler und Lehrer in Mecklenburg-Vorpommern erhalten in einem gemeinsamen Projekt der Zeitungsverlage und des MV-Bildungsministeriums bis zum Jahresende kostenlosen Zugang zu den Newsportalen. Fragen Sie an den Einrichtungen ihrer Kinder nach den Bedingungen und Login-Daten, die Sie auch in der Familie nutzen können.
Was bewegt die Schüler ab Klasse 5 bis hinauf in die Gymnasien und Berufsschulen unseres Landes? Was passiert in ihrem Umfeld, in Deutschland und der Welt? Wie können seriöse Nachrichten von Fake News unterschieden werden?
Die Schweriner Volkszeitung und die Norddeutschen Neuesten Nachrichten bieten den Schülern die aktuellsten Berichte, liefern in einem speziellen Dossierbereich "Diskussionsstoff" für den Unterricht und möchten mit ihnen in Austausch kommen.
 
zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen