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Arbeitslosen-Quote sinkt : Rostock holt im Städtevergleich auf

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Im deutschen Städtevergleich holt die Hansestadt Rostock deutlich auf. Die Hansestadt punktet mit der seit 2005 um 6,5 Prozent gesunkenen Arbeitslosigkeit. Bei der Jobversorgung rangiert Rostock inzwischen vor Hamburg.

Rostock/Berlin | Im deutschen Städtevergleich holt die Hansestadt Rostock bei der Entwicklung der Arbeitslosigkeit deutlich auf. Nach einer gestern veröffentlichten gemeinsamen Studie der arbeitgebernahen Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft und der Zeitschrift "Wirtschaftswoche" zu den 50 einwohnerstärksten deutschen Städten rangiert Rostock zwar insgesamt nur auf Platz 43. Allerdings punktet die Hansestadt mit der seit 2005 um 6,5 Prozent gesunkenen Arbeitslosigkeit. Bei der Jobversorgung rangiere die Stadt inzwischen vor Hamburg, sagte Projektleiter Florian von Hennet in Berlin. Stärker als anderswo sei in Rostock zum Beispiel die Zahl der Hartz-IV-Empfänger zurückgegangen. Den schlechtesten Platz belegt die Stadt bei den Schulabbrechern: 11,5 Prozent aller Schulabsolventen in der Ostsee-Stadt verlassen die Schule ohne Abschluss. "Mit einer hohen Zahl von Schulabgängern ohne Abschluss steht Rostock leider nicht allein da", unterstrich Hennet. Sechs der acht Ost-Großstädte im Ranking seien unter den schlechtesten zehn. Diese Entwicklung müsse besorgt stimmen, da die gesellschaftliche Alterung im Osten durch den massiven Weggang junger Menschen rascher fortschreite als in den prosperierenden Regionen des Westens.

Die Stadt mit der stärksten Wirtschaft in Deutschland ist der Studie zufolge erneut München. Die bayerische Landeshauptstadt gewann wie in den vergangenen Jahren auch das Städteranking 2011. In keiner deutschen Stadt ist der Wohlstand laut der Studie höher und die Lage am Arbeitsmarkt besser. Auf Rang zwei landet Stuttgart, gefolgt von Münster, das sich in diesem Jahr knapp vor Karlsruhe schieben konnte.

Vor allem die ostdeutschen Städte holen der Studie zufolge auf. Bei der wirtschaftlichen Dynamik sind mittlerweile sieben von acht Ost-Kommunen, allen voran Leipzig, in die Top Ten aufgerückt. Als attraktivste Stadt im Osten liegt Dresden in der Gesamtwertung inzwischen auf Rang 26.

Die positive Arbeitsmarktentwicklung in den neuen Bundesländern lege nahe, dass in den Großstädten inzwischen ein selbsttragender Aufschwung stattfinde, sagte der stellvertretende Chefredakteur der "Wirtschaftswoche", Henning Krumrey. Unter den zehn Spitzenreitern beim Rückgang der Hartz-IV-Empfänger lägen sechs Städte aus dem Osten.

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erstellt am 09.Dez.2011 | 08:21 Uhr

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