Riesiges Interesse an Stasi-Unterlagen

Die Anträge auf Stasi-Unterlagen steigen. Archiv
Die Anträge auf Stasi-Unterlagen steigen. Archiv

svz.de von
05. Januar 2013, 02:08 Uhr

Mehr als 23 Jahre nach dem Mauerfall ist das Interesse an den Stasi-Unterlagen wieder gestiegen. Im Vorjahr gingen genau 88 231 Anträge auf persönliche Akteneinsicht ein, teilte die Stasi-Unterlagen-Behörde am Freitag mit. Das seien rund 7600 mehr Anträge gewesen als 2011. Seit 1992 wurden damit rund 2,9 Millionen Anträge von Bürgern gestellt, die wissen wollen, welche Papiere die DDR-Staatssicherheit über sie angelegt hatte.

Zur Akteneinsicht für Forschung und Medien wurden im Vorjahr 1430 Anträge registriert. Umfangreiche Recherchen gab es zum Freikauf von DDR-Häftlingen, zu Todesfällen an der innerdeutschen Grenze und zum Wirken der DDR-Staatssicherheit bei der Zwangsarbeit von politischen Häftlingen für westliche Unternehmen wie Ikea.

Auch rund 5500 Ersuchen zur Rehabilitierung von damals politisch Verfolgten wurden gestellt.
Bei der Bundesbehörde unter der Leitung von Roland Jahn gingen 2012 auch 17 060 Ersuchen zum öffentlichen Dienst ein, darunter zu Rentensachen und Sicherheitsüberprüfungen.

Seit Bestehen der Stasi-Unterlagen-Behörde wurden insgesamt knapp 6,8 Millionen Anträge gestellt. Die Akteneinsicht sei die einmalige Möglichkeit des Informationszugangs zu den Unterlagen einer Geheimpolizei, hieß es.

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