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Mecklenburg-Vorpommern

20. September 2017 | 16:40 Uhr

Helmut Holter : Riesenrespekt vor der Aufgabe

vom
Aus der Onlineredaktion

Holter gibt Landtagsmandat und Stadtvertretersitz in Schwerin auf

svz.de von
erstellt am 04.Jul.2017 | 21:00 Uhr

Die Bildungspolitik in Thüringen steht schwer in der Kritik: fehlende Reformen, Lehrermangel, Schulschließungen. Keine leichte Aufgabe für den  designierten Bildungsminister. Max-Stefan Koslik sprach mit ihm.

Herr Holter, was zeichnet Helmut Holter als Bildungsexperten aus?

Holter: In Thüringen muss viel in der Bildungspolitik angepackt werden. Es geht um die Schulorganisation. Es geht um Personalfragen. Es gibt einen riesengroßen Unterrichtsausfall. Schülerinnen und Schüler haben in einigen Fächern keine Schulnoten in diesem Jahr bekommen. Es gibt kleinste Schulen im ländlichen Raum, die ums Überleben kämpfen. In all diesen Fragen können meine Erfahrungen als Landesentwicklungsminister in Schwerin dienen, z.B. wie man Schulentwicklung betreibt und  Schulstandorte und damit gute Bildungsangebote sichert. Und als ehemaliger Arbeitsminister weiß ich, was die Wirtschaft an Fachkräften benötigt und welche Anforderungen an Schulabgänger stehen.

Dennoch, Arbeitsminister und Bauminister ist etwas anderes als Schulminister...

Ja, ich habe einen Riesenrespekt vor der Aufgabe und werde die nächsten Wochen bis zum 30. August nutzen, um mich da einzuarbeiten.

In Thüringen wurden Lehrer bislang nicht verbeamtet, wie werden Sie mit diesen Wettbewerbsnachteil umgehen?

Es wurde mit der Verbeamtung bereits begonnen. Daran werde ich zielgerichtet weiterarbeiten.

Bedeutet Erfurt auch ein politischer Weggang aus Schwerin?

Ich werde mein Landtagsmandat aufgeben und auch meinen Sitz in der Stadtvertretung. Aber meine Familie wird in Schwerin wohnen bleiben. Ich nehme einen Zweitwohnsitz in Erfurt.

Sie haben  seit Januar in einer Bildungskommission bei Bodo Ramelow mitgearbeitet und waren  als Minister im Gespräch, was gab letztlich den Ausschlag für den jetzigen Wechsel?

Es war die Entscheidung der bisherigen Ministerin. Sie ist krank. Da muss man so einen Schritt erst einmal gehen können. Respekt vor Birgit Klaubert. Bodo Ramelow ließ ihr die Zeit, die sie brauchte.

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