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Witzin/Neukloster : Riesenfang zum Jahresauftakt

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Große Hechte hat Alfredo Jodzeck aus Witzin schon reihenweise geangelt. Und gleich zum Jahresauftakt gelang ihm wieder ein Paukenschlag: Ein Raubfisch, den er am Montag aus dem Neuklostersee zog.

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erstellt am 03.Jan.2012 | 07:02 Uhr

Witzin / Neukloster | Große Hechte hat Alfredo Jodzeck aus Witzin schon reihenweise geangelt. Und gleich zum Jahresauftakt gelang ihm wieder ein Paukenschlag: 1,11 Meter lang sowie 19 Pfund und 221 Gramm schwer war der Raubfisch, den er am Montag aus dem Neuklostersee zog. Allerdings hatte der Petrijünger, der dem Sternberger Angelsportverein Luckower See angehört, für diesen Superstart 2012 jede Menge Geduld aufzubringen.

Gleich am Neujahrstag fuhr Jodzeck mit seinem Ruderboot auf den Schweriner See, doch es blieb bei einer mageren Ausbeute. Ein neuer Versuch tags darauf wieder dort scheiterte am spürbar aufgefrischten Wind. Bei den hohen Wellen gehe das Gefühl für den Gummifisch, der als Köder dient, verloren, beschreibt der erfahrene Angler das Dilemma bei zu starkem Wind.

Der Hecht-Spezialist entschied sich am 2. Januar für den Neuklostersee.

Gegen 8 Uhr, als es erst langsam hell wurde, war er am Wasser, holte das kleine Boot vom Trailer hinter dem Pkw und räumte ein. Stück für Stück klap perte Jodzeck nun die Unterwasser kante ab. Er kennt die tiefen Stellen, wo sich der Hecht jetzt aufhält, ganz nahe der Barsche, die den kleinen Futter fischen folgen. Der gefürchtete Räuber jage gegenwärtig nicht so gerne, weil er kurz vor der Laichzeit stehe und dafür möglichst viel Kraft anspare, erklärt der

erfahrene Angler. Der Hecht schnappe sich gerade jetzt lieber einen größeren Fisch, kleinere nur, wenn die leicht zu bekommen seien. Die Köderführung müsse daher "schön langsam und

gefühlvoll" sein, um den Raubfisch zu überlisten. "Da ist auch mal drin, zwei, drei Tage rein gar nichts an den Haken zu bekommen", zeigt sich der Witziner gelassen. Dann folge eben der nächste Versuch.

Auch an diesem Vormittag rührte sich nichts, außer ein paar kleinen Bissen, die nichts brachten. "Da haben wohl Barsche ein bisschen gezuppelt", vermutet Jodzeck. Inzwischen sind Stunden vergangen, er ist fast den ganzen Tag auf dem Wasser, ohne Erfolg, gibt aber noch nicht auf. Dann ein kleiner Widerstand - und Anschlag, die Rute biegt sich, dass ein Laie um sie bangen würde. Der erfahrene Angler weiß sofort, dass ein größerer Fisch gebissen hat. Der nimmt, immer unter Spannung gehalten, rund 20 Meter Schnur von der Rolle. Als sich die ersten Anzeichen von Müdigkeit einstellen, beginnt der Drill, bei dem der Räuber langsam zum Boot gezogen wird. Dazwischen noch einige Fluchtversuche, die aber zunehmend schwächer werden, bis der Raubfisch müde unter dem Boot schwimmt. Er ist ausgedrillt, wie der Angler sagt. Behutsam holt Jodzeck den Riesenhecht mit dem Kescher herein. Knapp zehn Minuten habe das Ganze gedauert.

Nach diesem prächtigen Fang packt der Witziner ein. Ihm bleibe noch ausreichend Zeit, dem Unterwasser-Räuber weiter nachzustellen. Generell habe der Hecht vom 1. März bis 30. April Schonzeit. Fischer könnten diese auf von ihnen bewirtschafteten Gewässern aber auch schon von Jahresbeginn an festlegen.

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