Prozess : Rettungswagen-Unfall: Fahrer wehrt sich

In diesem Rettungswagen starb eine Frau.
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In diesem Rettungswagen starb eine Frau.

Mitten im Schneesturm soll eine Patientin mit einem Krankenwagen in eine Klinik gebracht werden. Doch ein Unfall beendet die Fahrt. Die Frau stirbt, zwei Männer werden verletzt. Der Fahrer steht nun vor Gericht.

svz.de von
11. November 2014, 19:36 Uhr

Im Prozess um den tödlichen Unfall mit einem Rettungswagen bei Plau am See hat der angeklagte Fahrer die Vorwürfe der Staatsanwaltschaft zurückgewiesen. Diese wirft dem damals 27 Jahre alten Mann fahrlässige Tötung und fahrlässige Körperverletzung vor. Der Mann habe gestern im Amtsgericht Parchim geschildert, dass er von einer Windböe getroffen wurde und nicht gegenlenken konnte, berichtete der Anwalt der Nebenklage, Wolfgang Lake-Schwarznecker aus Chemnitz. Dadurch sei der Wagen von der glatten Straße abgekommen und gegen einen Baum geprallt.

Der Rettungswagen sollte eine Patientin aus dem Altkreis Müritz nach Plau bringen. Bei dem Unfall im Dezember 2013 war die 82-Jährige ums Leben gekommen, ein Notarzt und ein Sanitäter erlitten schwere Verletzungen. Zum Unfallzeitpunkt hatte das Sturmtief „Xaver“ für heftigen Schneefall und starke Sturmböen gesorgt. Der Polizei zufolge überholte der Mann mit Blaulicht und Sondersignal Lastwagen und kam von der Straße ab. Die Patientin soll zudem nur mit drei statt wie vorgeschrieben mit vier Gurten gesichert gewesen sein.

Die Staatsanwaltschaft hatte einen Strafbefehl mit sechs Monaten Freiheitsstrafe auf Bewährung gefordert, den das Amtsgericht Parchim auch erließ. Der Beschuldigte legte Einspruch dagegen ein. Der Prozess wird am 25. November mit der Anhörung von Sachverständigen fortgesetzt.

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