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Mecklenburg-Vorpommern

21. August 2017 | 12:07 Uhr

Rettungsring für die Schulreform

vom

Vor knapp zwei Jahren hat der damalige Bildungsminister Tesch die Grundschulen ins Inklusions-Becken geschubst, ohne dass diese richtig schwimmen konnten. Nun schickt Teschs Nachfolger Brodkorb eine Experten-Kommission quasi als Rettungsring hinterher. Sie wird allerdings nicht jede Lehrerin und nicht jeden (Förder)-Schüler retten können, die inzwischen im kalten Nass dieser überstürzten Schulreform untergegangen sind. Aber sie kann hoffentlich das grundsätzlich richtige Vorhaben retten, in Mecklenburg-Vorpommern weniger Kinder als bisher auf Förderschulen auszusortieren. Was keinesfalls heißt, dass die Förderschulen und die Sonderpädagogen bisher schlechte Arbeit mit diesen Kindern geleistet haben. Gleichwohl bleibt es kaum nachvollziehbar, dass im Nordosten fast doppelt so vielen Schülern ein besonderer Förderbedarf attestiert wurde wie im Durchschnitt der Bundesrepublik. Wahrscheinlich war nicht jeder schwer zu bändigende Siebenjährige, der in den vergangenen Jahren als verhaltensauffällig von der Grundschule genommen wurde, wirklich zu dumm, um dort zu lernen. Auch manche querschnittsgelähmte Achtjährige war wahrscheinlich klug genug, um eine reguläre Schule zu besuchen, wenn die Ausbildung der Pädagogen und die Gebäude es zugelassen hätten. Zweifellos wird es auch in Zukunft Grenzfälle geben. Dennoch muss es gelingen, möglichst viele Kinder an die regulären Schulen "zurück" zu holen. Dass es möglich ist, machen seit Jahren viele private Schulen vor.

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erstellt am 21.Dez.2011 | 12:34 Uhr

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