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Stiftung bringt Gutsanlagen an den "Runden Tisch" : Rettet das Erbe in MV

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Die Stiftung Herrenhäuser und Gutsanlagen in MV, will den Erhalt der Gutsanlagenarchitektur im Land stärker in die öffentliche Diskussion bringen. Dazu werden die Gutsanlagen in Februar an den "Runden Tisch" gebracht.

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erstellt am 09.Dez.2012 | 07:27 Uhr

Schwerin/Neubrandenburg | Mit "Runden Tischen", die voraussichtlich zweimal jährlich stattfinden sollen, will die Stiftung Herrenhäuser und Gutsanlagen in Mecklenburg-Vorpommern ihr Anliegen - den Erhalt der Gutsanlagenarchitektur - künftig stärker in die öffentliche Diskussion bringen. Im Februar lädt der Stiftungsvorstand in einer ersten Gesprächsrunde in Schwerin die Fraktionsvorsitzenden der demokratischen Landtagsparteien, die Bundestags- und Europaabgeordneten des Landes ein, kündigte Vorstandsvorsitzender Professor Thomas Oyen jetzt in Neubrandenburg an.

Vordringlich ist für die Stiftung zurzeit, dass die Gutsanlagen in der neuen Förderperiode berücksichtigt werden, denn Mecklenburg-Vorpommern bestehe zu 80 Prozent aus historischer Gutsdorfstruktur. Die Vorstandsmitglieder sind sich einig, dass man dem Land klarmachen müsse, welche Vorteile die Förderung von Gutsanlagen hat, welch ein wichtiger Faktor sie für Wirtschaft und Tourismus seien. Im Gespräch mit den Abgeordneten soll es auch um eine Resolution gehen, mit der sich derzeit der Petitionsausschuss des Landes befasst. Das Papier war von Teilnehmern des Gutsanlagen-Seminars in Waren im April verfasst worden (unsere Zeitung berichtete). Darin sind Landesregierung und Denkmalschutzbehörden aufgefordert, "alle Eigentümer der vom Verfall bedrohten Gutsanlagen anzumahnen, ihren Erhaltungspflichten nachzukommen". Wenn diese nicht reagieren, sollten Behörden nach den Möglichkeiten des Gesetzes selbst Notsicherungsmaßnahmen vornehmen. Für solche Maßnahmen sollen noch in dieser Legislaturperiode Haushaltsmittel zur Verfügung gestellt werden, heißt es in der Resolution. Für weitere Gespräche am Runden Tisch würde der Stiftungsvorstand unter anderem auch gern Berufsverbände wie Architekten oder Landschaftsarchitekten einladen, die ebenfalls mit Gutsanlagen und Parks befasst sind.

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