Kletterpark Plau am See erwacht aus Winterschlaf : Reparatur in luftigen Höhen

Ralf Parlowski, Leiter des Plauer Kletterparks, bereitet sich derzeit auf die Tüv-Abnahme vor. katharina roese
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Ralf Parlowski, Leiter des Plauer Kletterparks, bereitet sich derzeit auf die Tüv-Abnahme vor. katharina roese

Ralf Parlowski ist dick eingepackt, hat sich einen großen Karabinerhaken und Werkzeug an den Klettergürtel geschnallt. "Bereits seit drei Wochen bin ich dabei, den Kletterpark fit für den Tüv zu machen", erzählt er.

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25. Februar 2011, 10:41 Uhr

Plau am See | Ralf Parlowski ist dick eingepackt in eine Thermojacke, hat sich einen großen Karabinerhaken und Werkzeug an den Klettergürtel geschnallt. "Bereits seit drei Wochen bin ich dabei, den Kletterpark fit für den Tüv zu machen", erzählt er, guckt in die noch kahlen Wipfel der Bäume und schiebt seine Wollmütze in den Nacken. Damit die Zuständigen vom Tüv in der kommenden Woche nichts zu beanstanden haben, gab es schon einiges zu tun: "Ich hab alle Seile überprüft, fünf musste ich auswechseln, sie waren leicht angescheuert. Wenn der Stahlkern durchschimmert, dann müssen sie gewechselt werden. Das bemängelt der Tüv."

Auch zwei Bäume hatte der Leiter des Plauer Kletterparks in den vergangenen Tagen zu fällen. Eine Baumgutachterin ordnete dies an. "Sie waren von innen kaputt und hätten die Sicherheit der Besucher gefährdet", so Parlowski. "Die bebauten Bäume sind aber alle gesund - auch im sechsten Jahr", sagt er stolz. Lediglich einige Äste hätte er wegschneiden und schreddern müssen. "Mit den Holzschnitzeln wird die Abfahrt bedeckt, damit es weich ist - für die Landungen", sagt Parlowski lachend. Außerdem müssten die dicken Stahlseile nachgespannt werden. "Sie verschieben sich auf einer Länge von zehn Metern etwa einen Zentimeter pro Jahr. Ich habe eine Spannvorrichtung, damit werden sie einmal im Jahr nachgezogen."

Während Parlowski durch die Wipfel klettert, sich trittsicher über die Seile von Station zu Station bewegt, schaut er genau nach der Beschaffenheit des Holzes. In diesem Jahr fielen keine Holzarbeiten an, erzählt der Plauer. "Die Holzteile habe ich alle im letzten Jahr durchgearbeitet." Vor zwei Jahren habe das Holz sehr gelitten: Da hätte sich im Winter durch den Schnee Eis auf den Plattformen gebildet. Dies habe die Planken auseinander gedrückt und sie zerstört. "Das ist in diesem Jahr glücklicherweise nicht passiert."

Er habe schon etliche Nachfragen gehabt, wann der Park wieder öffnet, erzählt der Plauer als er wieder auf ebener Erde steht. "Die ,Harten fragen jetzt schon nach Terminen. Das Wetter ist ja auch gut." Und eine Kletterpartie sei auch bei dieser Kälte machbar, sagt Parlowski. Mit Handschuhen könne man gut klettern - dick eingepackt würde einem in den Baumkronen schon warm werden, versichert er. Ralf Parlowski zieht seine Handschuhe über, steigt auf die Plattform, klinkt den Karabinerhaken in eines der Seile und klettert los - noch einige der Schilder auswechseln. "Ich bin gut für den Tüv in der kommenden Woche gerüstet", sagt er. Nach Abnahme durch den Tüv öffnet der Park kommende Woche seine Tore. Im März kann dann wieder an jedem Wochenende zwischen 10 und 17 Uhr in Plau gekraxelt werden.


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