Vorbereitungen zum 4. Traktor Pulling Cup : Rennmaschinen mit bis zu 18 Tonnen

<strong>Treffen der DDR-Fahrzeuge:</strong> Insgesamt vier Traktoren wurden auf die beiden Tieflader verladen. Darunter der Mc Mehs (Mitte) und der Black Horse (rechts). Fotos: Felix Alex
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Treffen der DDR-Fahrzeuge: Insgesamt vier Traktoren wurden auf die beiden Tieflader verladen. Darunter der Mc Mehs (Mitte) und der Black Horse (rechts). Fotos: Felix Alex

Dunkler Rauch steigt aus dem Auspuff auf, wenn Hartmut Krüske seinen „Black Horse" beschleunigt. Doch an diesem Vormittag geht es nicht in Lützow um Geschwindigkeit oder Weite, sondern um Zentimeterarbeit.

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12. Juni 2012, 10:23 Uhr

Rosenow/Lützow | Dunkler Rauch steigt aus dem Auspuff auf, wenn Hartmut Krüske seinen "Black Horse" beschleunigt. Doch an diesem Vormittag geht es nicht um Geschwindigkeit oder Weite, sondern um Zentimeterarbeit. Denn der Traktor soll passgenau auf einen Tieflader verladen werden, um pünktlich am 24. Juni zum 4. Traktor Pulling Cup Rosenow in Lützow an den Start gehen zu können.

Das ganze Team hatte sich an diesem Tag in Rosenow eingefunden, um beim Verladen der vier Traktoren anwesend zu sein. "Drei davon gehören zu unserem Team. Die vierte Maschine transportieren wir für die Traktor-Truppe Pokrent", so Frank Mehs. Es ist die einzige Möglichkeit an die Startlinie zu gelangen, denn die getunten Zugmaschinen haben keine Straßenzulassung mehr. Frank Mehs, der selbst mit seinem ZT 300 an der Start geht, beschreibt den Originalzustand seines "Mc Mehs" getauften Gefährts folgendermaßen: "Das Normalgewicht des ZT beträgt 4,5 Tonnen. Aufgerüstet bringt er ungefähr neun Tonnen auf die Wage". Dazu gehört neben Reifen vom K-700 natürlich ein etwas frisierter Motor. Allerdings ist es immer noch der Originalmotor, ergänzt Hartmut Krüske.

Doch genau auf diesen Motor kommt es beim Wettkampf an. Ein tonnenschwerer Bremswagen muss so weit wir möglich auf einer Sandbahn gezogen werden. Wird der Anhänger zu schnell über die Sandpiste gezogen, verlagert sich das dortige Gewicht. Geht der Fahrer zu sehr ins Gaspedal, rutschen die Gewichte auf dem Hänger und der Traktor könnte steigen. Wer 80 Meter und damit einem "Full-Pull" erreicht, kann sich hohe Siegchancen ausrechnen. Wird diese Marke von mehreren Fahrern erreicht, kommt es zu einem Entscheidungsrennen mit noch mehr Gewicht. Am 24. Juni werden wahrscheinlich mehr als 100 Traktoren in 18 unterschiedlichen Rennklassen, zwischen 1,6 und 18 Tonnen, hinter der Rosengärtnerei in Lützow an den Start gehen.

Doch wie kommt man eigentlich zum Traktor-Pulling? Mehs hat dafür eine einfache Antwort: "Wir alle kommen aus der Landwirtschaft und sind mit Traktoren aufgewachsen. Uns eint einfach die Liebe zu ostdeutschen Traktoren". Was sie noch alle verbindet, ist die Hoffnung, ihre erfolgreichen Platzierungen aus dem vergangenen Jahr zu verteidigen. "Außerdem hoffen wir natürlich auf viele Besucher, wenn es am Sonnabend um 8 Uhr losgeht", so Mehs. Je nach Wetterlage rechnen die Organisatoren mit 2000 bis 3000 Besuchern.

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