Neue Soldaten : Rekruten-Land MV

Soldaten marschieren in Hagenow
Soldaten marschieren in Hagenow

Mecklenburg-Vorpommern wird für die Bundeswehr bei der Personalgewinnung zum Rettungsanker. Nirgendwo in Deutschland melden sich gemessen an der Einwohnerzahl so viele Rekruten zur Armee wie im Nordosten.

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02. Mai 2016, 05:00 Uhr

Für die Truppe war es ein harter Schlag, als die Wehrpflicht vor fünf Jahren ausgesetzt wurde. Der Bedarf an neuen Soldaten kann seitdem nicht mehr in allen Bereichen abgedeckt werden. Würde es Mecklenburg-Vorpommern nicht geben, wären die Aussichten für die Bundeswehr noch viel düsterer.

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Insgesamt 103 470 Rekruten traten zwischen 2011 und 2015 ihren Dienst bei der Bundeswehr an, davon 57 819 als Zeitsoldaten und 45 651 als freiwillig Wehrdienstleistende. Davon kamen 4250 Soldaten aus MV. Setzt man die absoluten Zahlen in Relation zur Einwohnerzahl der Bundesländer, zeigt sich ein deutliches Nord-Süd-Gefälle (siehe Tabelle). Auf den ersten drei Plätzen liegen Mecklenburg-Vorpommern, Schleswig-Holstein und Niedersachsen. „Die Daten zeigen, dass dort, wo die Bundeswehr-Dichte höher ist, sich auch mehr Menschen zum Dienst melden. Man muss die Bundeswehr sehen und erleben können“, sagte Hans-Peter Bartels, Wehrbeauftragter des Bundestags. Die wenigsten Rekruten kommen aus den wirtschaftlich starken Bundesländern. „Natürlich ist dort die Konkurrenz für die Bundeswehr als Arbeitgeber unglaublich groß“, erklärte der SPD-Politiker.

Die meisten Rekruten aus dem Norden, die sich als Zeitsoldaten verpflichten, gehen zum Heer, dicht gefolgt von der Marine und der Luftwaffe. Zwar bewarben sich deutschlandweit im vergangenen Jahr 105  000 Menschen auf 25  000 Stellen, allerdings konnten nicht alle Bereiche besetzt werden. Die größten Baustellen sind vor allem IT- und Techniker-Berufe.

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