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Traditionsevent Schwerin : Rekordträchtiger Fünf-Seen-Lauf

vom

2988 Finisher verzeichneten die Organisatoren am Ende beim Fünf-Seen-Lauf am Sonnabend. Männer und Frauen aus 14 Nationen nahmen die Strecken des Traditionslaufes unter die Füße.

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erstellt am 07.Jul.2013 | 09:59 Uhr

Schwerin | "Das ist ja eine Hammerzeit", staunte Bianca Stanienda aus Springe bei Hannover am Samstag beim 29. Schweriner Fünf-Seen-Lauf nach ihrem Zieleinlauf über 30 km und erklärte: "Ich wollte ,nur meinen Vorjahreserfolg wiederholen und dabei unter zwei Stunden und zehn Minuten bleiben." Statt dessen wurden es 2:04:43 Std. Noch 2:03 Minuten schneller als vor Jahresfrist - und auch das war schon Frauenrekord, seit der Start im Zuge der Buga vom Schloss auf den Bertha-Klingberg-Platz verlegt worden war. Dabei musste die 43-Jährige ihr Rennen so ungefähr ab Kilometer zehn, als sie ihre letzte Begleiterin verlor, ganz allein laufen. "Das war ein bisschen schade."

Quasi ganz allein spulte Männer-Sieger Torben Detlefsen aus dem schleswig-holsteinischen Boren seine 30 Kilometer ab. "Eigentlich wollte ich bei meinem Schwerin-Debüt nur in der Spitzengruppe mitlaufen", sagte der 35-Jährige, der als Höhepunkt dieses Jahres 2:25 Std. (!) beim Frankfurt-Marathon auf dem Plan hat. "Aber dann war ich doch der, der vom ersten Meter an Tempo machte und schon nach eineinhalb Kilometern war keiner mehr bei mir", resümierte der Sieger nach seinen 1:44:13 Std., die ebenfalls Rekord für die neue Streckenführung bedeuten. Und vielleicht wäre es noch schneller gegangen, "aber es ist schwer, einen Fahrplan aufzustellen, wenn man unter anderem die Steigungen und die Passagen auf Sandwegen nicht kennt", sagte Detlefsen und bekannte: "Da bin ich zum Teil etwas zu optimistisch rangegangen."

So etwas wollte 10-Kilometer-Philipp Baar auf alle Fälle vermeiden. "Ich bin schon gut vier Wochen raus aus dem Training", sagte der frühere Läufer vom Schweriner SC, der seit zwei Jahren in Corpus Christi in den USA studiert und zum dortigen Uni-Laufteam gehört. "Bei uns ist die Saison schon seit Mai beendet. Deswegen bin ich auch nur in der Spitzengruppe mitgelaufen und habe erst zum Schluss in den Lankower Bergen die entscheidende Attacke gestartet."

22 Sekunden Vorsprung lief der 21-Jährige auf diese Weise noch heraus. Den Streckenrekord konnte er in 36:02 Min. seinem einstigen SSC-Kollegen Christoph Hintz allerdings nicht entreißen, der steht seit 2011 bei 35:28.

Über einen Rekord durfte sich Philipp aber dennoch freuen. Den stellte auf der gleichen Strecke der Frauen seine Freundin Regina Salinas auf. 42:07 Min. brauchte die 19-jährige Texanerin und unterbot damit die bisherige Bestmarke aus dem Jahr 2011 um 1:47 Minuten.

Ohne Werte für die "Ewigkeit" blieb diesmal die 15-Kilometer-Strecke, auch wenn Männer-Sieger Ludwig Schwark aus Berlin mit 54:49 Min den Rekord nur um 32 Sekunden verfehlte. Dafür aber gab es in der Person von Frauen-Siegerin Birgit Schuckmann (Rostock) ein Wiedersehen mit einer guten alten Bekannten. Schon in den 80-er und 90-er Jahren war die mittlerweile 53-Jährige in den Siegerlisten zu finden.

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