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Mecklenburg-Vorpommern

24. Oktober 2017 | 00:50 Uhr

Eisschrank MV : Rekordkälte fordert 18 Tote

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

17 Menschen sterben in Polen / In Deutschland erfriert ein 57-Jähriger / Milderer Wochenstart

svz.de von
erstellt am 26.Jan.2014 | 18:28 Uhr

Bisher war der Winter vergleichsweise mild. Am Wochenende kam er dann mit voller Wucht.  Am kältesten war es mit durchschnittlich minus 16 Grad in Mecklenburg-Vorpommern. Das bestätigte auch ein Meteorologe des Deutschen Wetterdienstes (DWD): „Der Nordosten ist am kältesten, da kommen selbst die Alpengipfel nicht mehr mit.“  In der Nacht zum Samstag war Trollenhagen (Landkreis Mecklenburgische Seenplatte) mit minus 17 Grad sogar der kälteste Ort Deutschlands. Auf den Inseln sanken die Temperaturen in der Nacht zum Sonntag auf minus 5 Grad auf Helgoland, minus 10 Grad auf Fehmarn und sogar minus 15 Temperatur auf Hiddensee.

 

Der Kälteeinbruch am Wochenende hat vor allem in Polen viele Menschenleben gefordert. In der Nacht zum Samstag seien sechs, in der Nacht darauf elf Menschen erfroren, teilte das Staatliche Krisenzentrum mit. Seit Winterbeginn sind in dem Land bereits fast 50 Menschen an Kältefolgen gestorben. Deutschland erlebte am Wochenende die bisher kältesten Nächte dieses Winters, und es gab wohl ein Kälte-Opfer: Ein 57-Jähriger wurde am Samstag in Annaburg in Sachsen-Anhalt an einer Bushaltestelle liegend gefunden. Der Mann sei stark unterkühlt gewesen und im Krankenhaus gestorben, teilte die Polizei mit.

Im niedersächsischen Fürstenberg wurde am Samstag ein 13-Jähriger stark unterkühlt und bewusstlos in einem leerstehenden Haus gefunden, nachdem seine Mutter die Polizei alarmiert hatte. In Bremerhaven brach eine 62-Jährige gestern durch das dünne Eis eines Baggersees, konnte sich aber selbst retten. Die Frau hatte ihren Hund vom Eis holen wollen. In vielen Regionen Deutschlands wurde eindringlich davor gewarnt, die noch dünnen Eisflächen zu betreten.

Dabei waren die Wochenendnächte extrem kalt. Das Thermometer fiel vor allem im Nordosten Deutschlands weit unter den Gefrierpunkt. Mit 17 Grad unter Null war Trollenhagen bei Neubrandenburg am Samstag der kälteste Ort Deutschlands, wie der Deutsche Wetterdienst (DWD) mitteilte. Zu Wochenbeginn sollten die eisigen Temperaturen im Nordosten weichen.

In Bulgarien behinderte der Wintereinbruch heute den Verkehr mit intensivem Schneefall und stürmischen Winden. Besonders betroffen war der Nordosten, wo Glatteis und Schneeverwehungen die Lage noch verschlimmerten. Mehrere Orte waren ohne Strom- und Wasserversorgung.

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