300 000 Gäste erwartet : Reisewelle rollt Pfingsten auf MV zu

Auf den Autobahnen drohen Staus.
Auf den Autobahnen drohen Staus.

Polizei in Stralsund warnt vor Autoknackern

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03. Juni 2017, 05:00 Uhr

Urlauberansturm zum Pfingstwochenende in Mecklenburg-Vorpommern. Der Tourismusverband rechnet mit 300 000 anreisenden Feriengästen. „60 Prozent der Hotelbetriebe erwarten eine nahezu volle Auslastung“, sagte gestern Verbandssprecher Tobias Woitendorf. Noch einmal 20 Prozent der Hotels gehen von einer Auslastung von mehr als 75 Prozent ihrer Bettenkapazitäten über die Feiertage aus. Das ergab eine Umfrage des Verbandes, an der 200 Tourismusbetriebe teilgenommen haben.

Hoteliers und Campingplatzbetreiber reiben sich angesichts der Gästezahlen die Hände. Denn das Jahr 2017 begann für die Tourismusbranche im Nordosten nicht berauschend. Im ersten Quartal gab es landesweit 9,4 Prozent weniger Übernachtungen als im Vergleichszeitraum des Erfolgsjahres 2016, berichtet Tobias Woitendorf. Auch für das zweite Quartal rechnet die Branche wegen des nasskalten Aprils und der deshalb ferngebliebenen Spontanurlauber mit einem Minus.

Durch die Reisewelle könnte es am Wochenende allerdings auf einigen Straßen zu Staus kommen. Die Baustelle auf der Petersdorfer Brücke auf der A19 ist weiterhin ein Nadelöhr mit hoher Staugefahr. Laut Landesamt für Straßenbau lauern Staufallen auch an den beiden Zufahrten zur Insel Usedom an der Wolgaster und an der Zecheriner Brücke sowie zur Halbinsel Zingst an der Meiningenbrücke.

Größere Baustellen mit Staupotential gibt es zudem auf der A 20 bei Jarmen und bei Schönberg sowie auf der B 109 bei Anklam.

Mit dem Urlauberansturm steigt auch die Diebstahlskriminalität. Die Stralsunder Polizei warnte gestern vor Autoknackern. In den vergangenen Wochen habe es einen deutlichen Anstieg von Pkw-Aufbrüchen an der Küste gegeben, so die Polizei. Ziele der Diebe waren Handys und Bargeld. Sieben Fälle seien allein am vergangenen Wochenende im Bereich der Inspektion Stralsund gemeldet worden. „Auf einem Parkplatz in Dierhagen, wo die Fahrzeuge in der Nähe des Strandaufgangs abgestellt waren, wurden in kürzester Zeit die Fahrzeugscheiben an drei Pkw beschädigt“, berichtete Ilka Pflüger, Sprecherin der Polizeiinspektion.

Die Polizei rät, keine Wertsachen in abgestellten Autos zu lassen. In Mecklenburg-Vorpommern wurde im vergangenen Jahr statistisch gesehen alle zwei Stunden ein Pkw aufgebrochen.

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