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Wirtschaftsdelegation MV : Reise in den Iran zur Markterkundung

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Die Lockerung des Iran-Embargos weckt auch bei Unternehmen in MV Hoffnungen auf neue Absatzmärkte.

Die Wirtschaft Mecklenburg-Vorpommerns will nach der Lockerung des Iran-Embargos schnell Fuß fassen auf den Märkten des arabischen Landes. Mit etwa 70 Teilnehmern stellt sie den Großteil einer Drei-Länder-Delegation, die am Samstag zu einer mehrtägigen Reise nach Nahost aufbricht. „Nach dem Ende des jahrelangen Atomstreits mit dem Iran gibt es nun wieder klare Perspektiven. Deshalb sind solche Markterkundungsreisen wichtig. Wir können zeigen, was wir zu bieten haben, und gleichzeitig erfragen, was gewünscht ist“, sagte Infrastrukturminister Christian Pegel (SPD). Er wird die Delegation, zu der auch Vertreter von Wirtschaft und Politik aus Sachsen-Anhalt und Sachsen angehören, anführen.

Pegel verwies darauf, dass der iranische Botschafter bei seinem Antrittsbesuch in Schwerin wenige Tage vor der Reise ausdrücklich den Wunsch seiner Regierung verdeutlicht habe, die Wirtschaftskontakte zu Deutschland auszubauen. Dabei spielten auch einzelne Bundesländer ein Rolle. „Er wusste, was die Häfen in Mecklenburg-Vorpommern leisten können und welchen Stellenwert die erneuerbaren Energien bei uns haben“, berichtete Pegel. Der Minister äußerte sich zuversichtlich, diese Themen auch bei Treffen mit den zuständigen Ressortchefs in Teheran vertiefen zu können. Im Jahr 2014 waren über die Häfen in Mecklenburg-Vorpommern Waren im Wert von fast einer halben Milliarde Euro in den Iran geliefert worden, vornehmlich Getreide.

Die bis Donnerstag dauernde Reise führt die Delegation, der auch Wirtschaftsstaatssekretär Stefan Rudolph angehört, in die iranische Hauptstadt Teheran und nach Isfahan. Rudolph sieht im Iran einen „wirtschaftlich schlafenden Riesen“. Es sei daher an der Zeit zu handeln. Seit Beilegung des Atomstreits mit dem Iran hat sich das Interesse westlicher Staaten an Geschäften mit der Islamischen Republik deutlich erhöht. Analysten schätzen den Investitionsbedarf des Landes bis zum Jahr 2023 auf etwa 890 Milliarden Euro. Da die Sanktionen gelockert wurden, sind jetzt auch Ausfuhren in Bereichen möglich, für die es bisher Restriktionen gab.

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erstellt am 27.Mai.2016 | 21:00 Uhr

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