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Interview mit : Reinhard Meyer: Schleswig-Holstein als Vorbild

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Aus der Onlineredaktion

Tourismusexperte spricht über seinen neuen Job in Schwerin

svz.de von
erstellt am 06.Dez.2017 | 08:00 Uhr

Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) holt den ehemaligen Staatskanzleichef Reinhard Meyer (SPD) wieder nach Schwerin zurück. Extra für den Tourismusexperten siedelt sie das Landesmarketing in der Staatskanzlei an, das nach der letzten Wahl ins Finanzministerium gewandert war. Bis zur verlorenen Wahl im Juni war Meyer Wirtschaftsminister in Schleswig-Holstein. Unser Kiel-Korrespondent Dieter Schulz sprach mit ihm.

Herr Meyer, wann hat Sie Ministerpräsidentin Schwesig angerufen?
Im November. Frau Schwesig hat mich gefragt, ob ich mir vorstellen kann, nach Schwerin zurückzukehren. Nach wirklich gründlicher Überlegung habe ich zugesagt.

Nun ist eine Rückkehr nicht immer einfach…
Das ist für mich eine neue Erfahrung. Vor fünfeinhalb Jahren habe ich Mecklenburg-Vorpommern in Richtung Schleswig-Holstein verlassen. Jetzt gibt es eine neue Ministerpräsidentin, ich komme in ein Land, das sich weiterentwickelt hat. Die Politik dort nun erneut mitgestalten zu können, ist eine reizvolle Aufgabe.

Welche Erfahrungen aus Kiel bringen Sie mit?
Eine ganze Menge, insbesondere zu den Fragen, die in Mecklenburg-Vorpommern mit den zu Schleswig-Holstein vergleichbaren Strukturen in den nächsten Jahren gelöst werden müssen. Es wird darum gehen, die wirtschaftliche Basis zu stärken – das ist das A und O. Ich habe in Schleswig-Holstein gelernt, wie wichtig es ist, einen funktionierenden Mittelstand zu haben. Da wird in Mecklenburg-Vorpommern in den nächsten Jahren noch einiges zu entwickeln sein. Auch das Thema des digitalen Wandels einschließlich der entsprechenden Infrastruktur wird uns beschäftigen. Besonders freue ich mich jedoch, dass ich jetzt wieder für einen sehr breiten Querschnitt von Aufgaben zuständig bin und nicht nur für einen einzelnen Fachbereich.

Während Ihrer Amtszeit war das Landesmarketing bei der Staatskanzlei...
Ich bin der Meinung, dass dies zu den Aufgaben einer Staatskanzlei gehört und dort wieder anzusiedeln ist.

Bislang galt Mecklenburg-Vorpommern für die Schleswig-Holsteiner als Benchmark in Sachen Tourismus. Doch jetzt sind die Zahlen erstmals rückläufig...
Ich war letzte Woche gerade beim Tourismustag in Mecklenburg-Vorpommern – und plötzlich war da Schleswig-Holstein das Vorbild. Ich glaube, der Tourismus in Mecklenburg-Vorpommern hat eine Phase erreicht, in der er sich saturiert hat. Und jetzt wird sich in den kommenden Jahren entscheiden wie es weitergeht, ob es gelingt, einen neuen Wachstumszyklus zu begründen. Stichworte dabei sind Modernisierung, neue Angebote, digitaler Wandel und ganz wichtig natürlich Qualität. Ich freue mich dies in den nächsten Jahren mitgestalten zu dürfen.

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